08.02.2018 - 20:00 Uhr

SV 08 Auerbach erwartet ASV Cham Tschechisches Herz

Schnelles Wiedersehen: Binnen zwei Wochen treffen die Landesliga-Handballer des SV 08 Auerbach zweimal auf den Oberpfalzrivalen ASV Cham. Der ist so etwas wie die Wundertüte der Liga.

Der Auerbacher Rechtsaußen Daniel Schalanda (beim Wurf) und seine Mannschaftskollegen haben mit dem Sieg gegen den TV Marktsteft einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Mit einem weiteren Erfolg im Nachholspiel am Samstag gegen den ASV Cham können die Blau-Weißen in der Tabelle die HSG Fichtelgebirge und den HC Sulzbach überholen und sich auf Rang acht verbessern. Bild: Ziegler
von Autor HAWProfil

Das Faschingswochenende ist Nachholtermin in der Handball-Landesliga Nord: Der SV 08 Auerbach empfängt dabei am Samstag, 10. Februar, um 14 Uhr im Oberpfalzderby den ASV Cham in der Helmut-Ott-Halle. Das Rückspiel steigt dann nach einem spielfreien Wochenende am 24. Februar.

Turecek für Scheurer

Derzeit liegen die Chamer mit 18:12 Zählern auf Platz fünf, haben dabei aber noch ein weiteres Spiel in der Hinterhand. Die Partie gegen den HSV Hochfranken wurde wegen eines undichten Daches beim Stand von 19:24 in der 51. Minute abgebrochen und muss wiederholt werden. Die Chamer haben sich nach fünf Jahren Amtszeit von Trainer Sylvio Scheurer getrennt und das Zepter an Filip Turecek übergeben. Der 41-Jährige stand vor einigen Jahren noch selbst im Aufgebot, kann wegen Schulter- und Knieproblemen mittlerweile aber nicht mehr spielen.

Mit kühlem Kopf

Die tschechische Achse Tahovsky, Klima, Pelikan und Soukup bildet weiterhin das Herz des Chamer Spiels. "Die tschechischen Spieler behalten durch ihre Erfahrung in engen Situationen einen kühlen Kopf", so Turecek. Daneben treten immer wieder neue Namen in den Vordergrund. So stand am vergangenen Wochenende urplötzlich Jeremias Geißler im Rampenlicht. Der junge Linksaußen rückte anstelle von Petr Tahovsky in den Rückraum und erzielte beim Tabellenführer in Lauf sieben Tore. Auch wenn es diesmal nicht zum Sieg reichte, so zeigte sich doch, dass der ASV seine eklatante Auswärtsschwäche aus der Vorsaison abgelegt hat und inzwischen sowohl über das nötige Personal, als auch die mentale Stärke für die Spiele in fremder Halle verfügen.

Für Auerbachs Trainer Matthias Schnödt, der mit Ausnahme von Raul Adam, wohl auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann, ist nach dem klaren Sieg der Vorwoche die Marschrichtung klar. "Cham ist so etwas wie eine Wundertüte. Zuletzt gab es knappe Niederlagen in Lauf und in Stadeln, aber auch Siege in Münchberg und Helmbrechts, ganz zu schweigen von den deutlichen Heimsiegen gegen Sulzbach und Ingolstadt."

"Unser Jokerspiel"

"Wir wussten immer, dass das unser ,Jokerspiel' ist, in dem jeder Zähler Gold wert ist. Deshalb wollen wir mit der Unterstützung unserer Fans, dass die Punkte in Auerbach bleiben", sagt Schnödt.

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