30.06.2017 - 15:38 Uhr
Oberpfalz

Ackerwildkräuter in Ohrenbach Rittersporn und Wachtelweizen

Gerold Hörl betreibt seit 2002 ökologischen Landbau. Im vergangenen Jahr bekam er einen Preis im Ackerwildkrautwettbewerb Oberpfalz. Auf seinen Äckern leben Arten, die man sonst kaum noch findet.

Gerold Hörl und Barbara Ströll führten die Ackerwildkraut-Exkursion durch die Ohrenbacher Feldflur. Bild: Öko-Modellregion Barbara Ströll
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Deshalb wählte ihn der Landschaftspflegeverband für einen naturkundlichen Spaziergang aus. 15 Interessierte kamen nach Ohrenbach, um sich von Barbara Ströll, Projektmanagerin der Öko-Modellregion, die Stars unter den Ackerwildkräutern zeigen zu lassen.

Dazu gehören Rittersporn, Haftdolde, Acker-Hahnenfuß, Blauer Gauchheil, Acker-Steinsame oder Acker-Wachtelweizen. "Jede Art steht am Anfang mindestens einer Nahrungskette", erklärte die Biologin. "Einige dieser wilden Ackerarten sind Urformen unserer Gemüsesorten. Der Hederich zum Beispiel haben wir auf Wurzel gezüchtet, bis wir den Rettich hatten. Und aus dem Rapünzelchen haben unsere Vorfahren den Feldsalat gezüchtet."

Gerold Hörl beantwortete Fragen rund um seine Arbeit auf dem Acker. Natürlich möchte auch der Biobauer Getreide ernten. Fruchtfolge und Bodenbearbeitung sorgen dafür, dass Beikräuter wie Quecke oder Ampfer nicht überhand nehmen. "Vor der Distel habe ich keine Angst", meinte Hörl, "Die bekomme ich mit Kleegras und Mahd in den Griff."

Winterweizen, Ackerbohne, Roggen und Sommergerste hat Hörl heuer angebaut. Im Unterwuchs des großen Roggenackers steht zahlreich die Kornblume. Der Bauer hat nicht den Eindruck, dass sie mit dem Roggen konkurriert. Barbara Ströll wies auf Untersuchungsergebnisse hin, nach denen die Kornblume die Eiweißsynthese im Roggen günstig beeinflusst und zu den besten Nektarquellen in unserer Kulturlandschaft gehört. Sie wird intensiv von Bienen besucht.

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