03.01.2017 - 18:06 Uhr
Oberpfalz

ASB-Regionalverband Jura traf sich in Auerbach zu seiner Jahreshauptversammlung Bewegtes Samariter-Jahr

"Jubeln im Jubiläumsjahr" - so lässt sich 2016 für den Arbeiter-Samariter-Bund zusammenfassen. Der Regionalverband Jura traf sich in Auerbach zu seiner Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Roland Löb machte seiner Truppe dabei große Komplimente.

von Autor SWTProfil

"Wenn an einem extrem gefährlichen Blitzeistag alle sechs Einsatzfahrzeuge gleichzeitig rollen und den Bürgern zur Hilfe kommen, dann ist das top und etwas nicht Selbstverständliches", sagte er.

Chronologisch ließ er 2016 Jahr Revue passieren. Die Sanitäter-Grundausbildung im Januar und Februar habe gleich nach den ersten Stunden mit Anne Hartmann (16) eine Lebensretterin hervorgebracht. Unerschrocken sei sie in die Pegnitz gestiegen, um mit einer weiteren Helferin eine ältere Dame aus dem Wasser zu ziehen.

Bei der Frankenpfalz-Messe habe der ASB seine inzwischen erreichte Größe und vielschichtigen Dienstleistungen vorgestellt. "Etwas Neues probierten wir anlässlich des 50-jährigen Bestehens aus. Mit dem Fest der Kulturen auf Maffei hatten wir zwar ein abwechslungsreiches Programm, aber der Zuspruch war leider etwas verhalten", bedauerte Löb.

Kurzfristig Ersatz gefunden

Umdisponiert werden musste im Juli: Petra Kohl, sieben Jahre lang in Leitungsfunktionen in den beiden Kindertagesstätten in Pottenstein, entschied sich kurzfristig für eine berufliche Veränderung. Sonja Nürnberger aus Michelfeld übernahm die Tagesstätte Rasselbande; Kerstin Wagner die Gesamtleitung inklusive der Tagesstätte St. Kunigund.

Ernst und nachdenklich sei es im Herbst geworden mit der Schulung der Rettungskräfte in Sachen "Terrorlage", die vom Innenministerium vorgegeben wurde. "Nach Ansbach und Würzburg stellt sich nicht mehr die Frage, ob das für die Landwachen in Auerbach und Velden notwendig ist oder nicht", kommentierte der Vorsitzende.

Neue Notfallsanitäter

Steffi und Andreas Krämer sowie Florian Karger haben im November die Prüfung zum Notfallsanitäter abgelegt. Dieser Beruf habe beim Regionalverband auch dazu geführt, dass der ASB mit der Anerkennung als Lehrrettungswache Nachwuchs ausbilden darf. Derzeit bereiten sich dort drei Azubis auf ihre künftigen Einsätze vor. Eine besondere Ausbildung hat auch Rainer Nicklas abgeschlossen. Er engagiert sich nunmehr im Bereich der "Psychosozialen Notfallversorgung". Seit November beteiligt er sich an den Diensten im Landkreis Amberg-Sulzbach.

Hundeführer kooperieren

Im Rettungshundebereich habe es eine strukturelle Änderung gegeben. Mit Mitgliedern des Kreisverbands Pegnitz/Bayreuth wurde eine gemeinsame Rettungshundearbeit gestartet. Dazu der Vorsitzende: "Zwar ist die Staffel durch den Wechsel der Mitglieder bei uns jetzt nominell kleiner, aber beide Einheiten arbeiten zusammen und rücken miteinander aus."

Am 15. Dezember wurde ein neuer Rettungswagen für die Wache Velden abgeholt, der jetzt im Betrieb ist. Seine Einsatztauglichkeit hat das Fahrzeug für die Helfer vor Ort seit September bereits unter Beweis gestellt. Rund 5000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden wurden investiert.

ASB in Zahlen

Derzeit verfügt der ASB-Regionalverband Jura über 1987 Mitglieder. Er fuhr im vergangenen Jahr 2369 Rettungsdiensteinsätze. Dabei wirkten 50 hauptamtliche und 60 ehrenamtliche Helfer mit. Dazu gehört auch die Ersthelfer-Gruppe, die sich in der Königsteiner Feuerwehr gebildet hat. Durch die Kooperation mit dem ASB ist sie zum Regionalverband Jura gestoßen. (swt)

Wenn an einem extrem gefährlichen Blitzeistag alle sechs Einsatzfahrzeuge gleichzeitig rollen und den Bürgern zur Hilfe kommen, dann ist das top und etwas nicht SelbstverständlichesVorsitzender Roland Löb
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