23.01.2017 - 02:00 Uhr
Oberpfalz

Auerbacher Feuerwehr für die Zukunft gut aufgestellt Kein Mangel an Arbeit und Nachwuchs

"In Amerika gibt es heute große Sprüche, in Auerbach große Zahlen!" Bürgermeister Joachim Neuß lobte bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Auerbach das Engagement der Einsatzkräfte und des Vereins. Er dankte für die Ehre, heuer Schirmherr der 150-Jahr-Feier sein zu dürfen. Besonders beeindruckt zeigte sich Neuß vom Engagement der Jugend, die wieder sieben Personen als Zuwachs begrüßen durfte.

von Autor SWTProfil

Ein neues Fahrzeug gebe es in diesem Jahr nicht, dafür verwies der oberste Dienstherr der Wehren auf das Feuerwehrkonzept 2030, das in den nächsten Monaten mit allen Kommandanten der Ortswehren besprochen werden wird. "Das gibt Planungssicherheit."

Größerer Vorplatz

Zusagen konnte der Bürgermeister die Vergrößerung des Vorplatzes des Feuerwehrhauses, die im Zuge der Bauplatzplanungen am alten Festplatz kommen werde. Die Hauptstraßenführung wird verlegt, so dass nur noch eine Straße entlang der Loewschen Einrichtung vorbeiführen werde.

Zahlen hatte Neuß auch im Gepäck. 713 Mitglieder, davon 363 aktive Einsatzkräfte, haben derzeit die Feuerwehren der Stadt. "Mit 67 Jugendlichen ist die Anzahl der Nachwuchskräfte stattlich." 18 Fahrzeuge, davon zwei historische und ein Krad, seien mit einem Durchschnittsalter von 11,2 Jahren durchaus bemerkenswert. Neuß: "Im vergangenen Jahr hat die Stadt rund 550 000 Euro in die Wehren investiert".

Kreisbrandmeister Hans Sperber überbrachte die Grüße des Kreisbrandrats Fredi Weiß und des Kreisbrandinspektors Peter Deiml, die beim Landkreisempfang des Landrates in Amberg weilten. "Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter Euch, die Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge waren Höhepunkte. Die Ausbildung hat in Auerbach einen hohen Stellenwert. Denn das Gerät ist nur so viel wert, wie die Mannschaft, die daran ausgebildet ist." Sperber erinnerte an die Rauchmelderpflicht für alle Räume, die ab 31. Dezember auch für Altbauten gelten.

Eindrucksvoll schilderte Tobias Baumgart das Engagement der Jugendfeuerwehr, die mit 26 Übungen und 19 Ausbildungseinheiten glänzte. Viel Freizeit wurde geopfert, auch für Events wie das Jugendcamp in Steinling oder die Teilnahme am Ferienprogramm der Stadt. 2. Vorsitzende Sandra Diertl erklärte, dass bereits das vergangene Jahr schon von den Planungen für das Jubiläum geprägt war. "Rund 1000 Gäste haben sich bereits aus den eingeladenen Wehren angemeldet. Das Programm steht und ist bereits auf unserer Jubiläumswebsite eingestellt."

Keine Änderung

Nach sechs Jahren standen wieder Neuwahlen des Vorstands auf dem Programm. Thomas Kormann als Vorsitzender und Sandra Diertl als seine Stellvertreterin wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Neue Fahrzeuge und das Jubiläum

Ein voller Kalender beschäftigte die Feuerwehr Auerbach im vergangenen Jahr mit 17 Gruppen- und Zugübungen, vier Einheiten zur Kommunikation und Führung, drei Funkübungen, sieben Maschinistenlehrgänge, elf Atemschutzübungen, 26 Jugendübungen und 13 Löschmeisterbesprechungen. "All das leisteten die Mitglieder der Feuerwehr Auerbach in 3638 Übungsstunden. Somit sind für den aktiven Dienst insgesamt 5489 Stunden zu verzeichnen", betonte Kommandant Sven Zocher.

Freude gab es über den Kommandowagen, den ein Gönner der Wehr gesponsert hatte. Auch die Einführung des Digitalfunks sei positiv aufgenommen worden, etliche Schulungen gingen dem voraus.

Der Mai stand im Zeichen der Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" und des alljährlichen Wachfestes mit der offiziellen Einweihung des Kommandowagens.

Die Großübung an der St.-Johannes-Klinik im Juli brachte wichtige Erkenntnisse, die Zusammenarbeit mit den anderen Feuerwehren und Rettungsorganisationen lief sehr gut ab, so Zocher weiter.

Positiv bewertete der Kommandant den Blaulichttag der Rettungsorganisationen im September, bei dem sich alle in der Innenstadt präsentieren durften. Im November folgte noch ein Höhepunkt bei der Auerbacher Feuerwehr - die Einweihung des neuen Hilfeleistungs- Löschfahrzeugs HLF 20.

"Manpower ist das eine, die richtige Ausrüstung das andere. Mit der Einweihung des Kommandowagens und natürlich mit dem Flaggschiff, dem HLF 20, ist die Feuerwehr Auerbach weiterhin für ihre umfangreichen Aufgaben gut aufgestellt. Hier zeigt sich, dass durch die Weitsicht der Wehr und natürlich der Stadt mit dem Fahrzeugkonzept eine verlässliche Grundlage für die Ausrüstungsbeschaffung getroffen worden ist."

Einen Ausblick warf der Kommandant auf das Jubiläumsjahr 2017. Eine Leistungsprüfung werde es heuer nicht geben, das sei dem 150. Geburtstag der Wehr geschuldet. Zocher: "Die Planungen fürs Fest laufen auf Hochtouren." (swt)

Die Ausbildung hat in Auerbach einen hohen Stellenwert. Denn das Gerät ist nur so viel wert, wie die Mannschaft, die daran ausgebildet ist.Kreisbrandmeister Hans Sperber
Im vergangenen Jahr hat die Stadt rund 550 000 Euro in die Wehren investiert.Bürgermeister Joachim Neuß
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