09.06.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Bergmann verschönert Bildstock zu Ehren der Schutzheiligen Farbe für Barbara

Seit 90 Jahren steht in Michelfeld am Ortsausgang in Richtung Auerbach ein Standbild der Heiligen Barbara. Ein früherer Bergmann hat sich in den vergangenen Tagen der Schutzpatronin seines Berufsstands angenommen.

Konrad Daut hat den Barbara-Bildstock mit Farbe und Pinsel aufgefrischt. Der ehemalige Bergmann wollte der Heiligen für ihren Schutz in den Jahrzehnten seiner Grubenarbeit danken. Bild: eb
von Autor EBProfil

Michelfeld. Die Heilige Barbara gehört zu den 14 Nothelfern. Sie gilt als Patronin der Bergleute und der Sterbenden. Michelfelder Bergleute, die in den Gruben von Auerbach und Pegnitz arbeiteten, stellten ihr zu Ehren vor 90 Jahren den Bildstock. Sie kümmerten sich auch jahrelang um seine Pflege. Er steht auf dem Grund der Familie Kirzdörfer.

Über die Jahrzehnte setzten Wind und Wetter dem hölzernen Denkmal zu. Eine Restaurierung wurde Ende der 1980er-Jahre unausweichlich. Manfred Strobl und Georg Raß, ein ehemaliger Bergmann, bemühten sich, das Bild der Heiligen Barbara wieder in einen würdigen Zustand zu versetzen. Ein neues Kunstwerk fertigte Karl-Heinz Dechert nach einer Vorlage aus der Gößweinsteiner Basilika. Im Mai 1990 weihte der damalige Pfarrer Heinz Fuchs den instandgesetzten Bildstock erneut ein. An der Feier beteiligten sich ehemalige Kumpel vom Kleinen Johannes und den Auerbacher Bergwerken.

Mitglieder des Michelfelder Knappenvereins - ein Bruderverein der Auerbacher - hatten das Barbara-Bild 1926 zum ersten Mal aufgestellt. Die Bergleute erhofften sich von der Heiligen Schutz vor den in der Grube ständig drohenden Gefahren. Um die glückliche Heimkehr des Vaters beteten früher auch die Kinder: "St. Barbara bei Tag und Nacht, fahr mit dem Vater in den Schacht. Steh du ihm bei in jeder Not, bewahre ihn vor dem jähen Tod."

Für Konrad Daut, einen ehemaligen Bergmann, ist Denkmalpflege eine wichtige Aufgabe. Er sieht sich aber auch verpflichtet, der Schutzpatronin zu danken für den Beistand während seiner jahrzehntelanger Grubenarbeit. In den nun vergangenen schönen Tagen machte er sich mit Leiter, Farbe und Pinsel an die Arbeit, um dem Barbara-Bildstock wieder neuen Glanz zu verleihen.

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