16.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Berufsorientierungstag an der Mittelschule Auerbach Bundeswehr der Spitzenreiter

Ein breites Spektrum an Betrieben und Institutionen wirbt beim zehnten Berufsorientierungstag der Mittelschule Auerbach um das Interesse der kommenden Auszubildenden. Als Spitzenreiter kristallisiert sich die Bundeswehr heraus.

Über das Malerhandwerk lassen sich 21 Mädchen und Jugend von Malermeister Michael Wilhelm informieren. Schnell erkennen sie, dass es in diesem Beruf nicht nur um den Umgang mit Farben und Lacken geht. Bild: cs
von Autor CSProfil

Das mag wohl daran liegen, dass sich das Militär zum ersten Mal auf dieser Bühne präsentierte, vermutet der seit Jahren zuständige Organisator an der Mittelschule, Arthur Schriml. Auf Interesse gestoßen sein dürften die vielseitigen Berufsausbildungs- und Karrieremöglichkeiten, die sich inzwischen bei der Bundeswehr auftun, machte sich Hauptfeldwebel Sascha Freymann von der Karriereberatung der Bundeswehr in Weiden seinen Reim.

112 Mädchen und Jungen aus den Jahrgangsstufen 7a/7M, 8a/8M und 9a/9M nutzten insgesamt die Angebote des Berufsorientierungstags. 35 von ihnen wollten das Referat über die Bundeswehr hören. Voraussetzungen für eine Einstellung als Soldat auf Zeit seien die charakterliche, geistige und körperliche Eignung für den Dienst, die deutsche Staatsbürgerschaft, ein Mindestalter von 17 Jahren zum Einstellungstermin, keine Vorstrafen, keine unverhältnismäßig hohen Schulden sowie die Mindestgröße von 1,55 Meter und ein Mindestgewicht von 50 Kilo. Natürlich gehe das ganze nicht ohne Sicherheitsüberprüfung.

Unter den drei neuen der insgesamt 21 Betriebe und Einrichtungen lockten der Lebensmittel-Discounter Norma 18 und die Raiffeisenbank Auerbach-Freihung 16 Jugendliche an. Im Turnus von zwei bis drei Jahren sind die Betriebe und Einrichtungen in der Mittelschule zu Gast.

Dabei verzeichnete der Vortrag der Fachoberschule und Berufsoberschule elf Interessenten, Heizungsbau Neukam (14), Malerbetrieb Michael Wilhelm (21), das Modehaus Rupprecht (15), Elektro Höller (10) und das Seniorenwohn- und Pflegeheim Jakobushof (6). Mit im Boot waren außerdem BEKA Baier & Köppel (20 Schüler), Eckart-Werke (24), Marienkindergarten (20), Berufsfachschule für Krankenpflege (9), KSB (26), Heim & Haus (18) Berufsfachschule für Kinderpflege (8), Auto Eckert (18), Marien-Apotheke mit Berufsbild PTA/PKA (9), ZF (14), SEDA (14) und Regens Wagner mit dem Beruf Heilerziehungspflegerin (13).

Auffällig wenig Interesse zeigten die Jugendlichen an Pflegeberufen wie Kranken-, Alten- und Kinderpflege. Sie wandten sich mehr den Industriebetrieben wie KSB, BEKA oder Eckart zu. Ziel dieser Berufsorientierungstage ist es, Schüler und Betriebe (auch unbekannte) zusammen zu führen. "Der Beruf darf nicht nur im Umfeld des Elternberufs oder -betriebs gesucht werden", gab Schriml zu bedenken.

Eine Erweiterung des Berufsspektrums bedeute auch weniger Ausbildungsabbrecher. Die Industrie- und Handelskammer bezifferte deren Quote 2017 auf 9,3 Prozent. Im Handwerk stiegen sogar 15,54 Prozent der Azubis vorzeitig aus. 2016 habe sogar jeder Vierte nicht beim ursprünglichen Betrieb bis zum Ende durchgehalten.

Der Beruf darf nicht nur im Umfeld des Elternberufs oder -betriebs gesucht werden.Organisator Arthur Schriml

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