14.09.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Bürgermeister Neuß und Stadtrat besichtigen Baustelle Rathaus Balken haben sich gut gehalten

Den Fortschritt bei der Sanierung das Auerbacher Rathauses nahmen Bürgermeister Joachim Neuß, Stadtbaumeisterin Margit Ebner und Kämmerer Michael Bierl sowie die Stadträte in Augenschein. Eine Entscheidung, die den Sitzungssaal betrifft, steht noch aus.

Bürgermeister Joachim Neuß und der Stadtrat schauten sich auf der Baustelle im Rathaus um. Bilder: sck (2)
von Autor SCKProfil

Detaillierte Informationen über Einzelheiten, aufgedeckte Schäden und neue Erfordernisse gaben dabei Urban Meiller von der EM-Architekten GmbH und Martin Hollweck von FHS Ingenieure, beide in Amberg ansässig.

Alle Decken freigelegt

Die Renovierungsarbeiten im Parterre sind mittlerweile im Einwohnermeldeamt bereits fertig. Fortgesetzt werden sie in den weiteren Räumlichkeiten wie etwa im ehemaligen Bauamt. Im gesamten Rathaus wurden bereits die Decken freigelegt oder entfernt, so dass auch der Zustand der Holzdecken und der Balken erkennbar war. Während die Holzdecken in sehr schlechtem Zustand waren, hat sich das tragende Gebälk erstaunlich gut gehalten. So lagen deckentragende Balken zum Teil nicht auf dem Mauerwerk, sondern nur wenige Zentimeter auf dem Putz.

In der letzten Umbauphase, etwa um 1928, wurde das Gebälk mit Gehölz mangelhafter Qualität ausgewechselt oder eingesetzt. Hier waren nur geringe Ausbesserungen nötig. Es wurde neu gesichert und geschraubt. Am Dachstuhl sind die Arbeiten beendet. Für die barrierefreie und behindertengerechte Sanierung fordern die Brandschutzbestimmungen für den Innenausbau, dass Wände und Decken 90 Minuten dem Feuer Widerstand bieten.

Parkett: Zwei Varianten

Architekt Meiller wies im Sitzungssaal auf eine noch ausstehende Entscheidung hin. Eigentlich sollte hier nur das Vorhandene restauriert, aber ansonsten nichts geändert werden. Probleme bringt der Parkettboden, der manchen vielleicht "ehrwürdig" erscheinen mag, wie Bürgermeister Neuß meinte. Er besteht aus Holz im unteren Kostenniveau; oft behandelt und geschliffen. Es erscheint fraglich, ob es noch Sinn macht, ihn zu erhalten. Meiller sah zwei Alternativen.

Der Parkettboden ließe sich erhalten, wenn man die Decke von unten saniert und Stahlträger einbringt. Dabei entsteht jedoch das Problem, in die Hohlräume von unten Dämmmaterial zum Schallschutz aufzufüllen. Eine vermutlich teurere Lösung gegenüber der zweiten Variante, den Parkettboden zu erneuern. Dann jedoch würde der jetzt staubgeschützte Sitzungssaal zur Baustelle. Jedenfalls ist den Brandschutzbestimmungen entsprechend ein Notausgang zu schaffen, der über den Nebenraum ein sicheres Verlassen ermöglicht.

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