18.02.2018 - 20:00 Uhr

Bürgernetzwerk Auerbach zieht Bilanz seiner Arbeit Wo guter Rat nichts kostet

Bei der Gründung von Zweifeln begleitet, blickt das Bürgernetzwerk auf eine mehr als fünfjährige Erfolgsgeschichte in Auerbach zurück. Seine Hilfsangebote bei den Problemen des Alltags kommen an. Auch Flüchtlinge finden im Bürgerhaus eine Anlaufstelle.

von Autor CSProfil

Zum dritten Mal in Folge wurde Uwe Lindner bei der Jahreshauptversammlung einstimmig für zwei Jahre an die Spitze gewählt. Ihn unterstützt das bisherige Führungsteam.

Bürgermeister Joachim Neuß sprach von einer vorbildlichen Leistung der Mitglieder, die sich in das Bürgernetzwerk einbringen und zu dem wunderbaren Resultat beigetragen hätten. Auch von der Regierung, die eine Million Euro für die Sanierung des Bürgerhauses bereitgestellt habe, werde das anerkannt. Andererseits beklagte Neuß immer neue Hürden, die durch die Gesetzgebung in Deutschland aufgebaut würden. Trotz der Arbeit, die ehrenamtliche Kräfte leisten, lasse eines der reichsten Länder der Erde immer noch zu viele Menschen auf der Strecke. Wer ein Leben lang Woche für Woche 40 Stunden arbeite, müsse seine Kinder ernähren und von seiner Rente leben können, forderte der Bürgermeister.

Angefangen hat das Bürgernetzwerk mit einem Dutzend Mitglieder. Auch durch die Neuzugänge Cäcilia Belz und Peter Frömel sind es nunmehr inzwischen 36. Sie stellten ihre Freizeit in den Dienst an ihren Mitbürgern und seit drei Jahren auch an Asylbewerbern und Flüchtlingen, betonte Vorsitzender Uwe Lindner.

Nachbarschaftshilfe klappt

Uwe Lindner erinnerte an die Taschengeldbörse des Landkreises Amberg-Sulzbach. Neben Jugendlichen ab 13 Jahren könnten jetzt auch junge Erwachsene bis zu 21 Jahren durch einfache Tätigkeiten ein paar Euro verdienen. Die Nachfrage in Auerbach falle aber eher zurückhaltend aus: "Offensichtlich funktioniert die Nachbarschaftshilfe hier gut."

Er freue sich, dass es unter den Besuchern des Bürgerhauses, die aus verschiedenen Generationen und Kulturen kommen, bisher zu keinerlei nennenswerten Zwischenfällen gekommen sei. Die aktiven Mitglieder achteten darauf, das Anwesen und die Einrichtung in einem neuwertigen Zustand zu erhalten.

An Aktivitäten im Bürgerhaus listete er zwei Migrantentreffen, Vortragsabende der Volkshochschule, des Sozialdiensts katholischer Frauen und des VdK, eine zu verschiedenen Themen, eine Versammlung des deutsch-französischen Partnerschaftsvereins OPLA, einen Tag der offenen Tür in der Bücherei und den theoretischen Teil eines Motorsägenkurses des Forstreviers Auerbach auf. Außerdem gaben sich fünf Paare im Bürgerhaus das Ja-Wort.

Es bleibt bei sechs Euro

Für die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags - derzeit sechs Euro - sah weder der Vorsitzende noch der Kassier Hans Kormann einen Grund. Die zweite wichtige Einnahmequelle seien Spenden. Marga Küst und Peter Tanner meldeten als Kassenprüfer keine Beanstandungen an.

Gut an kam der Vorschlag von Herta Süssner, die Vereinsfahrt heuer nach Amberg zu unternehmen. Angela Schnödt regte einen Hinweis auf ein öffentliches WC an und bat, neue Bahn- und Busfahrpläne frühzeitig im Bürgerhaus auszulegen. "Gewerbliche Reklame hat dort aber nichts verloren", sagte Hans Kormann "aus gegebenem Anlass".

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