Das kleine Dorf Ortlesbrunn stellt ein großes Fest auf die Beine
19 Paare unterm Baum

Die Jugend macht bei der Kirwa in Ortlesbrunn begeistert mit. Beim Baumaustanzen hatten Madeleine Götz und Ludwig Gundel (vorne, knieend) das Glück auf ihrer Seite und ließen sich als Oberkirwapaar feiern. Bild: exb

Ortlesbrunn. Das Wetter meinte es dieses Jahr zwar nicht ganz so gut, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Gut 20 Jugendliche und Dorfmitglieder stellten den Baum mit Schwalben und Muskelkraft auf.

Über seine genaue Größe herrschten wieder einmal Spekulationen. Die Frage, ob sie wieder - wie in den letzten Jahren - an die Anzahl der Dorfbewohner angepasst wurde, blieb unbeantwortet. Die Moidla schmückten den Baum mit selbst gebundenen Kränzen und nach bayerischer Tradition mit blauen und weißen Bändern.

Der Baum sei, wie sich die Ortlesbrunner erzählten, auf jeden Fall so hoch gewesen, dass ihn die Michelfelder Kirwa-Leut' von zu Hause aus gesehen hätten. Deshalb seien sie eigens mit dem Bus angereist, um den schönen Baum in Ortlesbrunn auszutanzen. Ihren eigenen Baum hätten die Michelfelder angesichts seiner Kürze nicht mehr gefunden, munkelten Spötter.

Am Sonntagnachmittag stand in Ortlesbrunn das Austanzen auf dem Programm. Zuvor holten die Burschen ihre Moila mit Traktor und Anhänger in Hagenohe ab. Beachtliche 19 Paare traten an, die einstudierten Volkstänze zu zeigen. Geübt hatten sie mit Theresia Eisend. Die Zuschauer schmunzelten auch über die selbstgedichteten Gstanzln der Kirwaboum. Sie handelten von Ereignissen aus der Landjugend.

Als der Wecker klingelte, stand das neue Oberkirwapaar fest. Das Glück war mit Madeleine Götz aus Ohrenbach und Ludwig Gundel aus Zirkendorf. Die Burschen ließen beide hochleben und warfen sie dazu gehörig durch die Lüfte. Dann wurden frische Brezen und Würste an die Zuschauer verteilt.

Bei Kuchen, Bratwürsten, Getränken und musikalischer Begleitung ließen die vielen Besucher den Abend mit dem Verlosen des Kirwabaums ausklingen. Die Wirtsleute Christine und Gerd hatten drei Tag lang alle Hände voll zu tun. Von den zahlreichen Besuchern war denn auch immer wieder zu hören: "Man fühlt sich hier einfach wohl."
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