01.10.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Dekanatsratssitzung in Gunzendorf Seelsorgebereiche im Umbruch

In der Pfarrei St. Ägidius in Gunzendorf traten die Räte des katholischen Dekanats Auerbach zusammen. Viele Themen standen auf der Tagesordnung.

von Autor SCKProfil

Gunzendorf. Zur Eröffnung des Abends versammelte man sich in der Pfarrkirche und feierte mit Dekan Pater Markus Flasinski gemeinsam Eucharistie. Für die anschließende Sitzung der Dekanatsräte stand der Schulungssaal des Gunzendorfer Feuerwehrgerätehauses zur Verfügung. Eingangs der Sitzung dankte Vorsitzender Herbert Appl Karl Härtl von der Pfarrei Herz Jesu (Pegnitz) für die Altkleidersammlung und Otto Spieler für die Organisation des Ministranten-Fußballturniers.

Der Empfang des Friedenslichts von Bethlehem ist am Dienstag, 19. Dezember, um 16.30 Uhr am Bahnhof in Creußen. Anschließend wird, so Creußens Pfarrer Samuel Patton, der Aussendungsgottesdienst des Friedenslichts als ökumenische Andacht gefeiert.

Ein Schwerpunkt des Abends war das Hirtenwort von Erzbischof Ludwig Schick zur bevorstehenden Neustrukturierung des Erzbistums Bamberg. Er ruft darin zur aktiven Mitgestaltung in Zeiten des Priestermangels auf. Bei einer gerechten Verteilung des pastoralen Personals wird sich die Zahl der derzeit 94 Seelsorgebereiche etwa halbieren. "In den neuen Bereichen können die jetzigen Pfarreien weiter bestehen bleiben, sie werden aber intensiver als bisher zusammenarbeiten müssen. Dafür gibt es bereits mehrere Modelle. Eckdaten sind dabei in der Bildung von Seelsorgebereichen mit mindestens 12 000 katholischen Christen im ländlichen Raum und mindestens 17 000 Gläubigen in Städten wie Nürnberg, Fürth, Erlangen und Bamberg gegeben", wurde Erzbischof Schick zitiert.

Hierzu stellte Hartmut Schina, der Regionalreferent des Generalvikars Monsignore Georg Kestel für die Region 1, den neu erarbeiteten Leitfaden für die Bildung der neuen Seelsorgebereiche vor, mit dem die Neuausrichtung der pastoralen Strukturen im Erzbistum Bamberg in der jetzigen Findungsphase dargelegt wird.

Den Vorgaben entsprechend müsste sich, das ergab der Meinungsaustausch im Gremium, das Dekanat Auerbach mit seinen etwa 20 000 katholischen Christen mit umliegenden Pfarreien oder Filialkirchen auf mindestens etwa 24 000 Gläubige verstärken. Dann könnte das Dekanat zwei Seelsorgebereiche bilden. Anderenfalls ergäbe sich ein auf 12 000 Gläubige reduziertes Dekanat, das deckungsgleich mit einem einzigen Seelsorgebereich wäre.

In der jetzt begonnenen Findungsperiode sollen die nötigen Schritte durch ein Pastoralteam initiiert werden, waren sich die Räte einig. Dem Team steht ein leitender Pfarrer vor, den ein weiterer Priester und mindestes drei pastorale Mitarbeiter unterstützen. "Die vorbereitenden Gespräche sollen in aller Offenheit die Interessen der Gläubigen aufnehmen, die vielleicht mehr in Richtung Bayreuth tendieren oder sich beispielsweise gerne Richtung Gößweinstein wenden." Zu berücksichtigen, so Regionalreferent Schina weiter, ist auch die bevorstehende Pfarrgemeinderatswahl. Sie soll in die Kontinuität der Findungsperiode einbezogen werden.

Dekan Markus Flasinski wurde angesichts der prekären Situation mit Erkrankungen von Pfarrern und der vielfach sich selbstlos durch ihre Vertretungseinsätze aufopfernden Pfarrer im Ruhestand nach neuen Patres aus Polen gefragt. Seine Antwort war, dass manche Mitbrüder seines Ordens nicht nach Deutschland kommen möchten und dass der Provinzial der Resurrektionisten derzeit keine Entsendungen nach Deutschland plant. Für das Erzbistum Bamberg stellte er fest, dass die Niederlassung der Resurrektionisten in Auerbach erhalten bleiben soll.

Kurzberichte gemäß der Tagesordnung gaben Rückblicke auf die Ereignisse der vergangenen Monate. Vorsitzender Appl gab daraufhin noch Sonntag, 19. November, als Datum des festlichen Abendlobs zur Eröffnung des Jubiläumsjahres "200 Jahre Dekanat Auerbach" an. Der Gottesdienst wird im Seelsorgebereich Pottenstein in Hohenmirsberg sein.

Die vorbereitenden Gespräche sollen in aller Offenheit die Interessen der Gläubigen aufnehmen, die vielleicht mehr in Richtung Bayreuth tendieren oder sich beispielsweise gerne Richtung Gößweinstein wenden.Regionalreferent Hartmut Schina (Region 1: Auerbach, Bayreuth, Hof, Kulmbach)
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