12.05.2017 - 15:00 Uhr
Oberpfalz

Eine besondere Auszeichnung Stolz auf Titel "Fair-Trade-Schule"

Seit Mittwoch ist die Mittelschule Auerbach Fair-Trade-Schule - die 108. in Bayern. Mit einer Urkunde und einem Siegel, das künftig die Eingangstür schmückt, hat sich die Schule in fast zwei Jahren diese Auszeichnung erarbeitet.

Lea Hecht (links) und Meike Diertl nehmen stellvertretend für das Fair-Trade- Schulteam die Auszeichnung von George Meister entgegen.
von Autor SWTProfil

George Meister, Referent des Fair-Trade-Verbandes mit Sitz in Köln überbrachte die Urkunde. Initiiert wurde das Ganze durch stellvertretende Schulleiterin Renate Schmidt. In einer Projektarbeit Ende 2015 hatte die damalige Klasse 10M die Aufgabe, sich mit dem fairen Handel auseinanderzusetzten. Eine erste Kontaktaufnahme zum Eine-Welt-Laden in Auerbach mit seiner Leiterin Martina Heberl folgte. Mittlerweile beschäftigt sich ein Team aus Schülern, Elternbeirat und Lehrern mit den Aufgaben, die diesen Titel nun zur Folge hatte.

Fünf Kriterien waren gefordert. Als erstes muss der Rektor, in diesem Fall Ferdinand Höllerer, die Arbeit des Fair-Trade-Schulteams unterstützen. Die Schule stellt sicher, dass fair gehandelte Produkte zur Verfügung stehen, wo immer das möglich ist. Beispielsweise im Lehrerzimmer, am Schulkiosk oder in der Schulkantine und bei Veranstaltungen. Der faire Handel wird im Unterricht aufgenommen. Mindestens einmal im Schuljahr muss eine spezielle Aktivität dazu stattfinden. Der Fair-Trade-Kompass muss vom Rektor unterzeichnet werden, es ist ein Dokument, dass für die Bewerbung um den Titel eingereicht wird.

All diese Punkte hat die Mittelschule Auerbach erfüllt. So werden im Schülercafé fair gehandelter Kaffee und Kakao angeboten, ebenso Schokoriegel und Orangensaft. Kochen die Schüler gemeinsam, besorgen sie die Gewürze im örtlichen Eine-Welt-Laden. Die Auszeichnung gilt für zwei Jahre, dann erfolgt erneut eine Überprüfung der Kriterien.

Mit Begeisterung sind die Schüler dabei, das stellten sie auch beim "Besonderen Schultag" am Mittwoch unter Beweis. Leckere Aufstriche auf Brot wurden verkauft, verschiedene Produkte aus dem fairen Handel konnten an einem von den Schülern betriebenen Stand erworben werden. Mit ihrem Engagement wollen die Kinder das bewusste Einkaufen fördern und die Menschen darauf aufmerksam machen, unter welch teilweise katastrophalen Bedingungen Kinder und Erwachsene in der Dritten Welt arbeiten müssen.

Die aktive Schulfamilie, wie 2. Bürgermeister Herbert Lehner als Vertreter der Stadt die Schüler und Lehrer bezeichnete, hatte noch weitere Aktionen im Programm. So zeigten die Schüler der Übergangsklasse, die als Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan gekommen sind, Bilder aus ihrer Heimat und boten selbstgebackene Speisen aus ihren Ländern an. Einige Klassen hatten einen Flohmarkt organisiert, die Schultheatergruppe zeigte eine Aufführung zum Thema "Fair Trade".

Elternbeirat und Eltern unterstützten die Schüler mit Kuchenverkauf. Besonders gefiel der Tag auch den Klassen aus Polen, die Austauschschüler aus Oswieczim waren in dieser Woche zu Gast in Auerbach.

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