10.03.2018 - 00:26 Uhr

Erzbischof Ludwig Schick sendet 30 neue Gottesdienstbeauftragte aus Das Wort Gottes im Herzen

Eine große Aufgabe legt Erzbischof Ludwig Schick den 30 Gottesdienstbeauftragten ans Herz, die er am Freitag in der Michelfelder Pfarrkirche in ihr Amt einsetzt: dafür zu sorgen, „dass das Wort Gottes bleibt oder wieder zurückkehrt“.

von Markus Müller Kontakt Profil

Dafür vorbereitet wurden die in ihren Pfarreien engagierten Laien, von denen 24 aus dem Dekanat Auerbach stammen, in einem eineinhalbjährigen Kurs bei Hans-Joachim Ignatzi, dem Leiter der Abteilung Liturgische Bildung des Erzbistums. Sie sind jetzt besonders für Wort-Gottes-Feiern (ohne Eucharistie und Kommunionempfang) ausgebildet. Diese liturgische Form kann dort Anwendung finden, wo infolge des Priestermangels weniger Messen abgehalten werden.
In der fast voll besetzten Asamkirche – „ein besonders schönes Gotteshaus“, wie der Erzbischof fand – überreichte Schick den Kursteilnehmern ihre Zertifikate und entsandte sie mit dem Satz „Ich beauftrage Sie“ offiziell in ihre Pfarreien. Ihre Aufgabe sei es nun, den Menschen das Wort Gottes nahezubringen. Dieses Wort sei so wichtig, weil es Vertrauen ins Leben und Hoffnung auf eine gute Zukunft schaffe. „Es senkt uns Liebe ins Herz.“
Wo es fehle, machten sich Pessimismus und Resignation breit, was man in der Gesellschaft sehr wohl feststellen könne. Dann drohten Abgrenzung, Herzenshärte und Unbarmherzigkeit. „Auch das spüren wir zurzeit.“ Die Beauftragten sollten keineswegs nur an Sonntagen aktiv werden, erklärte Schick: „Das Problem für die Kirche und das christliche Leben sind eigentlich nicht die Sonntage, sondern die Werktage.“ Auch dort solle das Wort Gottes Verbreitung finden.
Zur Beauftragung versammelten sich die 30 Kursteilnehmer um den Altar. Zwei von ihnen, Maria Gradl (Gunzendorf) und Gerhard Altkofer (Elbersberg) – erklärten, warum sie sich gerne für diesen Dienst entschieden hätten: um Gott zu danken und zu loben und mit dem Amt auch ihre Dankbarkeit gegenüber der Pfarrgemeinde zu zeigen. Der Erzbischof bat um Gottes Segen für die Beauftragten und betonte, wie wichtig es sei, dass auch die Pfarrer diesen Dienst annähmen und unterstützten. Acht Geistliche waren mit nach Michelfeld gekommen und stellten die neuen Wortgottesdienstleiter aus ihren Gemeinden namentlich vor.
Nach dem Gottesdienst, den Regionalkantor Georg Schäffner an der Orgel und die Auerbacher Schola musikalisch mitgestalteten, traf man sich zu einer Agape-Feier im Schwester-Jolenta-Saal des Klosters. Dabei dankte der Dekanatsratsvorsitzende Herbert Appl im Namen der Teilnehmer des Kurses dessen Leiter Hans-Joachim Ignatzi für die Leidenschaft und Lebensnähe, mit denen er sie geschult habe.

Die neuen Gottesdienstbeauftragten aus dem Dekanat Auerbach
Auerbach: Herbert Appl, Brigitte Köser, Karl Schwemmer
Michelfeld: Luitpold Dietl, Johannes Lindner
Gunzendorf: Maria Gradl
Thurndorf: Sonja Schwemmer
Troschenreuth: Marion Schriefer
Pegnitz: Karin Fuchs, Barbara Gräf, Michael Meister, Regina Schrembs
Büchenbach: Johann Eckert
Trockau: Renate Herlitz, Antje Weisel
Elbersberg: Gerhard Altkofer
Kirchenbirkig: Monika Brendel, Roswitha Herlitz
Pottenstein: Gabriele Grellner, Patrick Pospischil
Hohenmirsberg: Elke und Frank Lautner, Birgit und Martin Packebusch
Mit den 30 neuen gibt es jetzt im Erzbistum über 700 Gottesdienstbeauftragte. (ll)

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