Feuer in einem Auerbacher Einfamilienhaus
Lebensgefährlicher Löschversuch

Symbolbild: dpa

Der 68-Jährige war allein im Haus, als das Feuer ausbrach. Er versuchte es noch selbst zu löschen. Mit einer Rauchvergiftung kam er ins Krankenhaus. Der Brand in dem Auerbacher Anwesen bedeutete für die Feuerwehr Schwerstarbeit. Beim Schaden sprach die Polizei zunächst von 250 000 Euro, korrigierte sich dann aber auf rund 50 000.

Ort des Geschehens, das am späten Mittwochnachmittag bis in den Abend hinein den Einsatz von 40 Feuerwehrleuten erforderlich machte, war die Johann-Michael-Doser-Straße im Auerbacher Ortsteil Degelsdorf. Nach Angaben von Stefan Hartl, dem Pressesprecher des Polizeipräsidiums Regensburg, brach der Brand in dem frei stehenden Einfamilienhaus gegen 17.45 Uhr aus. Zu diesem Zeitpunkt war außer dem 68-Jährigen offensichtlich niemand in dem Gebäude.

Fahrlässige Brandstiftung?

Bis in den Donnerstagnachmittag hinein waren laut Hartl Spezialisten der Amberger Kripo in dem beschädigten Haus, um herauszufinden, warum es dort plötzlich gebrannt hatte. Die Fahnder hätten schließlich die Erkenntnis gewonnen, dass das Feuer wohl von einem relativ hohen Kachelofen aus um sich gegriffen hat. Durch die Hitzeentwicklung habe sich dann eine Zwischendecke entzündet.

Für den 68-Jährigen könnte das unangenehme Folgen haben. Gegen ihn werde nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt, sagte Hartl.

Der Mann war nach Schilderung des Präsidiumssprechers nach seinen vergeblichen Versuchen, das Unglück noch zu verhindern, aus dem Haus gelaufen und vor diesem auf einen Nachbarn getroffen. Diesen bat der Senior, ihm beim Löschen zu helfen. Doch rasch war klar, dass das nichts mehr nutzt und so wurde sofort die Feuerwehr alarmiert.

Als diese in der Johann-Michael-Doser-Straße eintraf, war das Haus bereits vom Erd- bis zum Dachgeschoss "voll verraucht", berichtete auf Nachfrage unserer Zeitung der Kommandant der Auerbacher Feuerwehr, Sven Zocher. Seine 34-köpfige Truppe habe anschließend, unterstützt von sechs Leuten der Wehr Zogenreuth, bis gegen 21.30 Uhr "Schwerstarbeit" leisten müssen. Unter anderem waren nach Auskunft von Zocher sieben Atemschutzträger-Trupps und die Hilfe von Wärmebildkameras nötig.

Viele Glutnester

Der Fehlboden in dem Haus erwies sich als echtes Problem: Er musste geöffnet werden, um erfolgreich gegen das Feuer vorgehen zu können. Der Kommandant sprach am Tag danach von "relativ großen Flächen" und zahlreichen Glutnestern. Um sicherzugehen, dass es nicht zu einem erneuten Aufflammen kommt, stellte die Feuerwehr eine Brandwache, die in der Nacht dreimal im Einsatz gewesen sei, wie Sven Zocher weiter informierte.

Polizeisprecher Stefan Hartl ergänzte, dass der 68-Jährige eine mittelschwere Rauchvergiftung erlitten habe. Das Krankenhaus könne er möglicherweise schon heute wieder verlassen.
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