06.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Imkerverein Auerbach rät Mitgliedern zur Geduld, bis die Bienen auf das kommende Frühjahr ... Abwarten und Tee trinken - aber mit Honig

Nicht gerade erfreuliche Zeiten liegen hinter den Bienen und den Imkern. Auf Besserung hoffte bei der Frühjahrsversammlung der Vorsitzende des Auerbacher Imkervereins, Rudi Schatz. "Durch den warmen Winter und die nachfolgende, anhaltend starke Kälte sind die Völker kaum in Brut gegangen und haben viel Futter verbraucht", schilderte er die Lage.

von Autor CSProfil

So könnte die Frühjahrstracht mau ausfallen. "Abwarten und Tee trinken" heiße die Devise - aber mit Honig. Wird es wärmer, benötigen die Völker um die sechs Wochen, bis mit Flugbienen gerechnet werden kann. Wichtig sei dem Vorsitzenden zufolge, dass für die Völker genügend Futter vorhanden ist. "Ansonsten Ruhe bewahren", lautete seine Empfehlung an die Bienenzüchter.

Wie schon in den Vorjahren war der Imkerverein beim Weihnachtsmarkt auf Maffei mit einem Stand vertreten. Ungünstige Bedingungen - zum einen der neue Standort mit seiner Ausrichtung entgegen der Laufrichtung, zum anderen der starke Wintereinbruch - dämpften den Umsatz. Besonders am Sonntag hielten sich die Besucher zurück in ihrer Kauflust, bedauerte Schatz. Als Neumitglied wurde Jürgen Hering begrüßt, der bereits drei Völker betreut.

"Mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken", nimmt sich der Vorsitzende für das von Hans Heidenreich überlassene Bienenhaus am Alten Schacht vor. Dort sollten die Termine aufgestockt werden. Geplant sei unter anderem ein monatlicher Stammtisch zum Informationsaustausch. Eröffnet wird diese Reihe am Sonntag, 22. April, mit einem Weißwurstessen, spendiert vom Verein. Anmeldung dazu bei Vorsitzenden Rudi Schatz.

Anlässlich des Weltimkertags am Sonntag, 20. Mai, ist ab 10 Uhr das Bienenhaus ganztägig für die Bevölkerung geöffnet. Gedacht ist an die Aufstellung eines Schaukastens. Für die Standbetreuung werden Mitglieder gesucht. Teilnehmen werden die Auerbacher Mitglieder am Ossingertreffen des Kreisverbands mit Brotzeit und Fachsimpeln am Samstag, 5. Mai. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Parkplatz Bischofgrün. Der Ausflug des Kreisverbandes am Samstag, 18. August, führt zu einem Berufsimker bei Würzburg. Anmeldung beim Kreisvorsitzenden Helmut Heuberger, 09661/72 40.

Der Vorstand geht davon aus, dass Josef Haberberger auch heuer wieder für die Königinnenzucht zur Verfügung steht. Der Verein trägt wie gehabt die Kosten für eine begattete oder zwei unbegattete Königinnen. Anmeldungen bei Rudi Schatz oder direkt bei Josef Haberberger, 0176/45 75 07 00.

Die Arzneimittelbestellung übernimmt jetzt der Kreisverband. Bis Sonntag, 22. April, müssen die Mitglieder ihren Bedarf melden. Auch heuer ist wieder eine Futtersammelbestellung möglich. Die Preise werden voraussichtlich sinken, da auch der Zucker günstiger geworden ist. Die Bedarfsmeldung muss bis Ende Juni vorliegen.

Ein Problem in der Region - aktuell im Raum Speichersdorf und südwestlich von Amberg - ist immer noch die amerikanische Faulbrut. Jeder Imker soll genau kontrollieren und Verdachtsfälle unbedingt melden, damit Maßnahmen eingeleitet werden können. Schwärme sind zwei Tage vor dem Zufüttern in Kellerhaft zu halten, damit sie ihr mitgebrachtes Futter verbrauchen. Dringend empfohlen wird, tote Völker immer zu verschließen, um über Räuberei das Verschleppen von Erregern zu verhindern.

Kassier Christian Trenz stellte Ausgaben und Einnahmen gegenüber. Unter dem Strich stand ein Minus, was aber das finanzielle Polster des Vereins nicht gravierend schmälerte. Aus den Mitgliedsbeiträgen bleiben gerade 200 Euro für den Verein.

In der angeregten Diskussion wünschte sich Hans Heidenreich eine bessere Pflege des Schaukastens in der Dr.-Heinrich-Stromer-Straße und eine laufende Aktualisierung. Im vergangenen Jahr trat der Imkerverein dem Stadtverband bei. Die Teilnahme am Adventsmarkt 2017 scheiterte allerdings am Platzmangel auf dem Unteren Markt. Für 2018 will sich der Verein erneut bewerben. Mit dem Lehrfilm "Biene und Ökologie" ging die Versammlung zu Ende.

Durch den warmen Winter und die nachfolgende, anhaltend starke Kälte sind die Völker kaum in Brut gegangen und haben viel Futter verbraucht.Vorsitzender Rudi Schatz
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