16.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Irena und Peter Wache bekamen viele Steine in den Weg gelegt Erst drei Jahre nach dem Jawort vereint

Bürgermeister Joachim Neuß (rechts) und 2. Vorsitzender Peter Schreg (links) vom Bergknappenverein stoßen mit Irena und Peter Wache auf die goldene Hochzeit an. Bild: cs
von Autor CSProfil

Vor 50 Jahren gaben sich Irena und Peter Wache im polnischen Gliwice (ehemals Gleiwitz) vor dem Standesbeamten ihr Jawort. Zwei Jahre später im November 1970 folgte die kirchliche Trauung. Doch bis dahin legten Behörden dem jungen Paar, das sich bereits fünf Jahre kannte, noch viele Steine in den Weg.

Auch nach der Eheschließung sahen sich die beiden gezwungen, getrennt zu leben. Peter Wache durfte nach vielen Absagen 1965 nach Auerbach ausreisen, wo seine Großeltern zehn Jahre nach Kriegsende eine Bleibe gefunden hatten. Seine spätere Ehefrau blieb noch in ihrem Geburtsort, wenige Kilometer von Gleiwitz entfernt, bei ihrer Familie, bis sie im Februar 1971 ihrem Mann nach Deutschland folgen durfte.

Zehn Jahre untertage im oberschlesischen Steinkohlebergbau ohne jeglichen Schutz blieben für Peter Wache nicht ohne gesundheitlichen Schaden durch Staub in der Lunge. Weitere 20 Jahre ging er der schweren Arbeit des Bergmannes im Auerbacher Erzbergbau noch nach. Über 28 Jahre versah er im Anschluss den Dienst als Hausmeister im Kolpinghaus. Ehefrau Irenas Imbiss- und Brotzeitservice auf der Kegelbahn des Kolpinghauses wurden von den Freizeitsportlern gerne genutzt.

Vor vier Jahren beendete das Jubelpaar die Hausmeistertätigkeit und wechselte in das Caritas-Hochhaus in der Hans-Böckler-Straße. Gesundheitliche Gründe lassen die anstrengende Fahrt, die sie früher mehrmals im Jahr zu Familienbesuchen in Gleiwitz zurücklegten, nicht mehr zu. Regen telefonischen Kontakt hält Irena Wache aber weiterhin mit ihrem Bruder. Zum Ehejubiläum gratulierte Tochter Ivonne mit Ehemann und den beiden Enkeln. Die Glückwünsche der Stadt Auerbach, die für beide inzwischen Heimat geworden ist, überbrachte Bürgermeister Joachim Neuß ; für den Bergknappenverein kam 2. Vorsitzender Peter Schreg .

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