09.02.2018 - 20:00 Uhr

Kandidatenlisten für die Pfarrgemeinderäte stehen Katholiken haben die Wahl

In zwei Wochen dürfen Katholiken ihre Vertreter in den Pfarreien wählen, die Mitglieder des Pfarrgemeinderates. Die Kandidatenlisten stehen schon, sie sind aber nicht überall in der gewünschten Weise voll geworden.

Von den Modalitäten wie der Urne, den Stimmzetteln oder dem Auszählungsverfahren her unterscheidet sich eine Pfarrgemeinderatswahl nicht groß von einer politischen Wahl. Bild: Peter Kneffel/dpa
von Markus Müller Kontakt Profil

Auerbach/Michelfeld. Die Wahlordnung des Erzbistums Bamberg gibt vor, dass in Pfarreien bis zu 1000 Gemeindeangehörigen sechs Mitglieder des Pfarrgemeinderats zu wählen sind. Bei bis zu 3000 sind es neun zu Wählende, bei bis zu 6000zwölf und in größeren Gemeinden 15 Räte. Ein Drittel der jeweiligen Anzahl kann dann noch ins Gremium hinzu berufen werden.

Die Kandidatenliste soll laut Wahlordnung "wenigstens eineinhalb Mal so viele Kandidaten enthalten, wie zu wählen sind. Wurden weniger Kandidaten vorgeschlagen, ergänzt der Wahlausschuss möglichst auf diese Zahl". Die Urnenwahl findet am Samstag/Sonntag, 24./25. Februar statt. Briefwahl ist ebenfalls möglich. In der Pfarrei Michelfeld gelten hier etwa folgende Regelungen (die in den anderen Pfarreien ähnlich umgesetzt werden):

Für die Pfarrgemeinderatswahl können ab sofort Unterlagen im Pfarrbüro in Michelfeld abgeholt werden. Die ausgefüllten Zettel müssen bis spätestens Sonntag, 25. Februar, um 12.30 Uhr im Wahllokal oder beim Vorsitzenden des Wahlausschusses, Johannes Lindner (Pfarrer-Müller-Straße 11), abgegeben werden. Die Urnenwahl findet im Ausgangsbereich der Pfarrkirche statt, und zwar am Samstag, 24. Februar, von 18 bis 20.30 Uhr sowie am Sonntag, 25. Februar, von 9.30 bis 12.30 Uhr.

Die Kandidatenliste umfasst in Michelfeld zwölf Personen:

Michelfeld

Emilie Dietl, Uwe Fischer, Bianca Fuchs, Dietmar Hasler, Sabine Hofmann, Erwin Holl, Brigitte Kormann, Johannes Lindner, Regina Lord, Markus Müller, Robert Ziegler und Gerti Zinner. - Zu wählen sind hier neun Mitglieder des Pfarrgemeinderates.

Ein Blick auf die Kandidatenlisten der anderen Pfarreien des Seelsorgebereichs Auerbach (in Klammern die Anzahl der Kandidaten):

(17)

Andrea Aichinger, Helene Clark, Bianca Deml, Clarissa Egerer, Martina Geyer, Fabian Gottschalk, Brigitte Köser, Günther Kraus, Maria Kraus, Wolfgang Meiler, Alexandra Neukam, Annemarie Schleicher, Martin Schrüfer, Regina Trenz, Herbert Winter (Ranna), Herbert Winter (Auerbach), Wolfgang Ziebell. - Zu wählen sind hier zwölf Mitglieder.

Gunzendorf (9)

Anna Beyer, Kerstin Christl, Claudia Diertl-Kroher, Catrin Dimler, Maria Gradl, Erich Kormann, Johann Krieger, Maria Pfab, Albert Siegler. - Zu wählen sind hier sechs Mitglieder des Pfarrgemeinderats.

Neuzirkendorf (5)

Sabine Frohnhöfer, Mascha Haßler, Margit Kohl, Regina Sporrer, Marianne Wagner.

Besonderheit hier: Da sich weniger Kandidaten zur Verfügung gestellt haben, als Mitglieder ins Gremium zu wählen sind, muss die Wahl nach dem "Verfahren bei zu geringer Kandidatenzahl" erfolgen. Das heißt laut Wahlordnung des Erzbistums Bamberg: "Gewählt ist, wer mindestens so viele Stimmen auf sich vereinigen kann, wie 50 Prozent der Zahl der abgegebenen gültigen Stimmzettel plus eine Stimme betragen." Ergänzend gilt: "Erhält ein Kandidat nicht die nötigen Stimmen, so bleibt der Sitz während einer Wahlperiode vakant."

Thurndorf (7)

Marion Eschenweck, Monika Haasmann, Johannes Held, Thomas Looshorn, Madeleine Schaller, Gerhard Schmidt, Sonja Schwemmer. - Zu wählen sind hier sechs Mitglieder des Pfarrgemeinderats.

Creußen (12)

Jürgen Böss, Karl Boemmel, Franziska Haumaier, Carina Hempfling, Florian Hertel, Alexandra Krannich, Ilona Regner, Roland Sachs, Stefan Schmidt, Stefanie Seitz, Oliver Theisinger, Bianca Weichert. - Zu wählen sind hier neun Mitglieder des Pfarrgemeinderats.

Hintergrund und Voraussetzungen für die Pfarrgemeinderatswahl

50 Jahre im Auftrag des Herrn

Ein Ergebnis des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) waren die Pfarrgemeinderäte. Das Dekret über das Laienapostolat regte in den Gemeinden beratende Gremien an, die in der Folge in den Bistümern eingeführt wurden.

Der Pfarrgemeinderat setzt sich aus gewählten, berufenen und amtlichen Mitgliedern zusammen. Zu Letzteren gehören neben dem Pfarrer die weiteren Geistlichen und pastorale Mitarbeiter.

Der Rat hat die Aufgabe, in allen Fragen, die das Gemeindeleben betreffen, beratend oder beschließend mitzuwirken. Dabei sollen die Gewählten laut Vorgabe in besonderer Weise Verantwortung für das Ganze übernehmen: Sie sagen zu pastoralen Themen und Entwicklungen ihre Meinung, führen die vielfältigen Dienste der Einzelnen wie auch der Gruppen zusammen und "entdecken und fordern die verschiedenen Charismen, die bei den Gläubigen vorhanden sind. Ferner fragen sie nach den aktuellen Herausforderungen für die Pfarrgemeinde in der Gesellschaft."

"Das Apostolat der Laien ist Teilnahme an der Heilssendung der Kirche selbst. Dazu werden alle vom Herrn selbst durch Taufe und Firmung bestellt." So hat das II. Vatikanische Konzil die Zielsetzung beschrieben. Dabei haben nach seiner Weisung Priester und Laien auf ihre je eigene Weise Anteil am großen Auftrag. "Denn das Apostolat der Laien, das in deren christlicher Berufung selbst seinen Ursprung hat, kann in der Kirche niemals fehlen. Wie spontan und fruchtbar dieses Wirken in der Frühzeit der Kirche war, zeigt klar die Heilige Schrift selbst", befand das Konzil.

Mindestalter 14 und 16 Jahre

Wahlberechtigt sind alle Katholiken, die am 25. Februar das 14. Lebensjahr vollendet haben. Katholiken unter 14 sind wahlberechtigt, wenn sie die Firmung empfangen haben. Die Kandidaten müssen mindestens 16 Jahre alt und gefirmt sein. (ath)

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