Patrozinium des Asamkirche
Das Böse entweicht

In der Asamkirche steht neben dem Tabernakel diese Johannes-Statue. Der Evangelist hält den Kelch mit vergiftetem Wein, aus dem das Gift als Schlange entweicht. Bild: eb

Zum Patrozinium ihrer Pfarrkirche St. Johannes der Evangelist kam Dekan Pater Markus Flasinski als Festtagszelebrant in die berühmte Asamkirche nach Michelfeld. Am Ende gab es einen Schluck eines ganz besonderen Getränks.

Michelfeld. Den Festgottesdienst zum Gedenktag des heiligen Evangelisten Johannes gestaltete Sonja Schwemmer an der Orgel wie auch als Kantorin und der Leiter der Michelfelder Blasmusikkapelle Werner Meisel an der Trompete. Der Heilige findet sich im Altarbild auf dem Hochaltar. Es zeigt ihn beim Abendmahl, wie er an der Seite Jesu ruht. Aber auch im Deckenfresko ist er zu finden als einer der vier Evangelisten.

Johanneswein gesegnet

Der Dekan erzählte in seiner Festansprache von dem Evangelisten, der in den Evangelien vielfach nicht mit dem Namen sondern lediglich als "der Jünger, den Jesus liebte" benannt wird.

Am Ende der Eucharistiefeier sprach Dekan Flasinski das Segensgebet über den "Johanneswein" und besprengte nach dem Wein auch die versammelte Gottesdienstgemeinschaft. Nach dem weihnachtlichen Schlusslied "Stille Nacht, heilige Nacht" waren alle eingeladen. Und in Erinnerung an den heiligen Apostel und Evangelisten tranken sie mit einem Glas des gesegneten Weines "die Liebe des heiligen Johannes", die Johannesminne.

Man erinnerte sich daran, dass er der Legende von der Bekehrung des Aristodemus zufolge einen Kelch mit vergiftetem Wein annahm. Johannes aber segnete den Kelch mit Wein, das Gift entwich als Schlange, und er konnte diesen unbeschadet trinken.

Auch sprach man über seinen Tod: Johannes soll gepredigt haben und ließ währenddessen neben dem Altar eine viereckige Grube ausheben. Dann betete er und trat ins Grab. Da erschien ein so helles Licht um ihn, dass er nicht mehr gesehen werden konnte. Als das Licht verschwand, war das Grab voll Himmelsbrot.

Exegetisch wird dies so betrachtet, dass er wegen seiner Treue unter dem Kreuz nicht wie die anderen Apostel seinen Glauben an den auferstandenen Christus bezeugen musste und vom Märtyrertod verschont blieb.
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