17.11.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Pfarrversammlung in Michelfeld Neuausrichtung der Seelsorge nötig

Zur Pfarrversammlung mit dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats (PGR), Johannes Lindner, und dem Kirchenpfleger Norbert Grillenbeck fand sich der harte Kern im Pfarrzentrum ein. Aufgrund der Erkrankung von Dekan Markus Flasinski war von geistlicher Seite Diakon Franz Reck zugegen.

von Autor SCKProfil

Michelfeld. Für den ersten Bericht gab Lindner der Leiterin des Kindergartens Christine Sporrer das Wort. Sie berichtete von einer Vollbelegung aller Plätze mit 59 Kindern. In der Kinderkrippe werden mit Sondergenehmigung 14 Kinder betreut. Mehrere Vorpraktikantinnen sind tätig. Für Januar werden wegen der Neuanmeldungen weitere Zugänge erwartet, so dass für die Beschäftigten die Grenze der Belastbarkeit erreicht ist. Eine weitere Kraft müsse eingestellt werden, erklärte sie.

Rückblicke auf die Ereignisse im Jahreslauf gaben darauf Johannes Lindner als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats und Norbert Grillenbeck als Kirchenpfleger für die Kirchenverwaltung.

Personelle Änderungen

Lindner ging zunächst ein auf die personellen Veränderungen in der Pfarrgemeinde, wo Dekan Markus Flasinski seit zwei Jahren als Pfarrer für Michelfeld zuständig ist. Er wird dabei von Pater Peter Starmach und seit dessen Einzug im Pfarrhaus vom Pfarrer Georg Braun unterstützt und entlastet. Sie betreuen miteinander die Pfarreien Auerbach mit Ranna, Michelfeld, Gunzendorf, Neuzirkendorf und werden bei krankheitsbedingten Ausfällen auch in den Nachbarpfarreien gebraucht. Eine gewisse Entspannung ergab sich, als Diakon Franz-Josef Reck in den Seelsorgebereich Auerbach kam. Auch im Pfarrbüro ergab sich eine personelle Veränderung. Daniela Leißner wechselte ins Pfarrbüro nach Auerbach und ihre Tätigkeit übernahm Martina Schmirler. Daneben beendete Regina Englhardt zum 1. November ihr Wirken als Mesnerin. Diese Tätigkeit liegt seither in den Händen von Luitpold Dietl.

Seinen Bericht über die Arbeit des Gremiums dokumentierte Lindner mit einer Vielzahl Bilder. Sie boten ihm auch eine gute Gelegenheit, den zahllosen Aktiven zu danken. Besonders erwähnte er den Förderverein St. Otto, der seit der Gründung 2009, schon weit über 50 000 Euro für Kindergarten und Pfarrzentrum aufgebracht hat. Nun ging Lindner auf die PGR-Wahlen am 25. Februar ein. Dazu wurde bereits im Pfarrgemeinderat unter Leitung von Johannes Lindner und Sabine Hofmann ein Wahlausschuss gebildet, zu dem auch Uwe Fischer, Erwin Holl und Brigitte Kormann gehören. "Aufgrund unserer momentanen Katholikenzahl von 1365 gehören dem Pfarrgemeinderat zwölf Personen an, von denen neun zu wählen sind", sagte Lindner. Wahlvorschläge können bis zum 21. Januar 2018 eingereicht werden.

Die Neuausrichtung der pastoralen Strukturen in der Erzdiözese Bamberg war schließlich ein besonderer Schwerpunkt der Pfarrversammlung. In vielen Pfarreien haben sich die religiöse Praxis bzw. die traditionellen Bindungen tiefgreifend verändert, hieß es. Es gibt weniger Kirchenmitglieder, die Zahl der Gottesdienstbesucher ist rückläufig und der Glaube scheint in weiten Bevölkerungskreisen eine immer kleiner werdende Rolle zu spielen.

Abschluss im Januar

Da auch diese Rückläufigkeit beim pastoralen Personal, also bei Priestern, Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferenten nicht Halt macht, muss die zukünftige Pastoral über die Gemeindegrenzen hinaus ausgerichtet sein, informierte der zuständige Leiter der Findungsgruppe, Diakon Franz-Josef Reck. Er erläuterte die geplanten Etappen bei der Neustrukturierung. Die derzeitige Phase soll bis Januar 2018 abgeschlossen sein. Dann werden die einzelnen Voten nach Bamberg weitergegeben und ausgewertet.

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