24.01.2017 - 02:00 Uhr
Oberpfalz

Pflegestärkungsgesetz II stößt bei der Arbeiterwohlfahrt auf großes Interesse Für viele Betroffene mehr Geld

(cs) Um das neue Pflegestärkungsgesetz II näher zu vermitteln, holte die Arbeiterwohlfahrt Stefan Güthlein von der Knappschaft Amberg nach Auerbach. Gerade in einem Verein mit überwiegend älteren Mitgliedern hielt Vorsitzender Alfred Melchner dieses Angebot für wichtig. Er durfte sich angesichts des großen Interesses bestätigt fühlen.

Der Pflegeberater der Knappschaft, Stefan Güthlein, sprach bei der Arbeiterwohlfahrt. Bild: cs
von Autor SWTProfil

Mit dem neuen Gesetz gingen viele Änderungen an Regeln und Leistungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige einher, machte der Berater deutlich. Maßstab bei der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit sei seit dem 1. Januar 2017 ihre Selbständigkeit in den Bereichen Mobilität, Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte, kognitiver Status und Verhaltensprobleme, Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen, Selbstversorgung und Alltagsverrichtungen. Alle Bewertungen des Gutachters fließen in ein Punktesystem ein.

Die Überleitung aus den alten Pflegestufen in die neuen -grade bringe vielen verbesserte Leistungen. Betroffene aus der bisherigen Pflegestufe 0 bekämen anstelle von 123 Euro Pflegegeld nun 316 Euro. Ein zweckgebundener ambulanter Entlastungsbetrag von 125 Euro sei für alle fünf Pflegegrade vorgesehen. Ziel des Gesetzgebers sei, dass niemand aufgrund der Reform schlechter gestellt ist als vorher.

Als große Verbesserung sah der Pflegeberater der Knappschaft die deutlich frühere Unterstützung. In Pflegegrad 1 würden jetzt Menschen eingestuft, deren Unterstützungsbedarf zwar noch unerheblich sei, die aber dennoch auf eine Pflegeberatung, eine Anpassung des Wohnumfelds oder eine Versorgung mit Pflegehilfsmitteln angewiesen sind.

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