25.02.2018 - 17:38 Uhr

Prälat Hans Lindenberger aus Auerbach in München verabschiedet Die Kraft Gottes schenken

Voll im 70. Lebensjahr steht der in Auerbach geborene Direktor des Diözesancaritasverbands der Erzdiözese München und Freising, Prälat Hans Lindenberger. In diesen Tagen wurde er auf eigenen Wunsch durch Reinhard Kardinal Marx von seinem Amt entpflichtet.

Hans Lindenberger bei seinem Primizsegen in der Auerbacher Pfarrkirche im Jahr 1978. Bilder: exb (3)
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München/Auerbach. Aus dem Modehaus "Beim Strickerl", dem örtlichen Bekleidungsfachgeschäft von Betty und Hans Lindenberger stammend, wuchs Hans Lindenberger als zweiter von vier Söhnen des Ehepaars auf.

Nach Grund- und Hauptschule, hatte er im Alter von 16 Jahren mit dem Schulabschluss der Handelsschule eigentlich schon seinen Ausbildungsplatz für eine kaufmännische Lehre gefunden, als er sich für den Eintritt in ein Spätberufenenseminar entschied, um in sechs weiteren Schuljahren sein Abitur zu machen, um danach in Münster ein Theologiestudium zu beginnen.

Tätigkeit in München

Nach dem Studium wurde er im Jahre 1976 von Julius Kardinal Döpfner als Pastoralassistent ausgesandt kam in die Pfarrei Erscheinung des Herrn in München-Blumenau. Von dessen Nachfolger Joseph Kardinal Ratzinger wurde er 1978 zum Priester geweiht. Der intensiven Arbeit mit Behinderten als Pastoralassistent folgten nach seiner Priesterweihe in der Pfarrei Erscheinung des Herrn in München-Haidhausen die begeisterten Bemühungen um seine Ministranten. Dies führte ihn hinein in die Jugendarbeit, und so wurde er 1982 von den Jugendlichen des BDKJ zum Diözesanjugendpfarrer gewählt. Kardinal Ratzinger stimmte dem Votum der Jugendlichen zu. In die Zeit als Diözesanjugendpfarrer von 1982 bis 1990 fiel auch der Deutsche Katholikentag in München 1984. Von 1990 bis 2003 leitete er die Pfarrei St. Martin in München-Moosach und wurde schließlich von Reinhard Kardinal Marx zum Caritasdirektor des Erzbistums München-Freising berufen.

Lob vom Kardinal

Bei seiner Verabschiedung nach mehr als 14 Jahren aus dem Amt des Direktors des Diözesancaritasverbands in der Münchner Kirche St. Sylvester hob Kardinal Marx die zentrale Bedeutung des diakonischen Auftrags für die Kirche hervor. So seien die alternde Gesellschaft wie das Thema Flucht und Migration "Herausforderungen, die uns zwingen, das zu tun, was notwendig ist." Damit sei der diakonische Auftrag des Caritasverbands kein Nebenschauplatz, sondern der direkte Weg, den Menschen die heilende Kraft Gottes zu schenken.

Die Vorsitzende des Caritasrats, Ordinariatsdirektorin Elke Hümmeler, würdigte die Verdienste Lindenbergers in einer Laudatio in einer an den Gottesdienst anschließenden Feierstunde in den Räumen der Katholischen Akademie in Schwabing.

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