26.03.2018 - 20:10 Uhr

Rotes Kreuz berichtet über Erfolgsgeschichte Notfalldose in 300 Häusern

Im Januar hat das Rote Kreuz in Auerbach die Notfalldose neu eingeführt. Gut 300 davon sind inzwischen über die Ladentheke gegangen. Andere Städte folgen inzwischen dem Beispiel, und selbst aus Berlin gibt es schon eine Anfrage.

Verdiente Aktive des Roten Kreuzes in Auerbach stehen im Mittelpunkt einer Ehrung. Bild: zes
von Sven ZeilmannProfil

"Hier wird das Haupt- und Ehrenamt gelebt", dankte der Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, Björn Heinrich, für den außerordentlichen Zusammenhalt beim BRK in Auerbach. Vor allem das Jugendrotkreuz, dessen 38 Aktive mit 4312 Dienststunden glänzten, imponierte ihm. Die neu eingeführte Notfalldose, die Ende Januar in Auerbach erstmals vorgestellt wurde, komme bei den Leuten sehr gut an. Gut 300 Stück gingen seither in der Marienapotheke und im Bürgerhaus weg. Nach Sulzbach-Rosenberg folgte auch die Stadt Amberg dem Beispiel. In der vergangenen Woche erreichte den Kreisverband sogar eine Anfrage aus Berlin. Dort habe man anscheinend über das Internet von der Aktion erfahren.

Ob beim Blutspenden, im Sozialdienst oder bei der Mittelbeschaffung: "Bei allen Einsätzen ist Auerbach Spitze." Eindruck machten die Zahlen aus den Berichten auch auf 2. Bürgermeister Herbert Lehner. Scharf kritisierte er die zunehmenden Übergriffe gegenüber den Einsatzkräften: "Soviel Dummheit kann doch keiner besitzen." Sven Zocher, Kommandant der Feuerwehr Auerbach bedankte sich für die Hilfe bei der dreitägigen 150-Jahr-Feier der Feuerwehr. Er war beeindruckt, was beim BRK geleistet wird. Auch die Zusammenarbeit bei Einsätzen lobte Zocher als vorbildlich: "Meistens reicht ein Zeichen, und der andere weiß genau, was zu tun ist."

Sinkende Tendenz vermeldete Bereitschaftsleiter Markus Popp mit 1969 Einsätzen, 187 weniger als 2016. 76 339 Kilometer legten die Helfer auf Krankentransporten, Notfall-, Notarzt- und nicht verrechnungsfähigen Einsätzen zurück. Fünf Hauptamtliche und 15 Ehrenamtliche teilten sich die Arbeit auf. Der ehrenamtliche Anteil betrug 2628 Stunden.

Die meisten Einsätze im Hintergrunddienst leisteten Markus Popp (88), Markus Kirzdörfer (54) und Astrid Brunhuber (47). Vier Neuzugänge hat die Bereitschaft mit Ingo Rabe, Florian Raum, Daniel Schwing und Bernd Deinzer zu verzeichnen. Deren Mitgliederstand liegt nun bei 70 Ehrenamtlichen. Zur Verfügung stehen zwei Ärzte, drei Sanitäter, acht Rettungsassistenten, sieben Rettungssanitäter und drei Rettungsdiensthelfer, sechs Ausbilder in Erster Hilfe, zwei für Erste Hilfe am Kind sowie ein Fahrlehrer.

Ehrungen

Jugend

Fünf Jahre: Florian Speckner

20 Jahre: Desiree Schacher

20 Jahre: Theresa Katullo

Aktiver Dienst

Zehn Jahre: Herbert Bachhuber, Marion Bader, Matthias Fischer, Ernst Ritter

15 Jahre: Daniel Sertl

25 Jahre: Heidi Bachhuber, Udo Kleefeldt

30 Jahre: Rudi Kraus

40 Jahre: Evi Goß, Gerhard Lödel

45 Jahre: Norbert Sertl. (zes)

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