Sanierung des denkmalgeschützten Klosters Michelfeld rückt näher
National wertvoll

Der Leiter von Regens Wagner in Michelfeld, Peter Miltenberger (Zweiter von links), informierte über den Stand der Bemühungen, den enormen Finanzbedarf für die Sanierung des Klosters zu stemmen. Bilder: sck (2)

Schritt für Schritt rückt die Sanierung des Klosters Michelfeld näher. Die Regens-Wagner-Stiftung strebt damit moderne Standards für das Wohnen von Menschen mit Behinderungen an. Bei der Deckung der Kosten von rund 35 Millionen Euro klafft allerdings noch eine Lücke.

Michelfeld. Um dieses Thema ging es an einem runden Tisch. Peter Miltenberger, Leiter von Regens Wagner Michelfeld, Direktor Rainer Remmele und das Mitglied im Stiftungsvorstand, Gerhard Reile, trafen sich dort mit stellvertretendem Bürgermeister Herbert Lehner, Landrat Richard Reisinger, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und dem Leiter der Sozialverwaltung des Bezirks Oberpfalz, Benedikt Schreiner.

Landrat Reisinger betonte die Bedeutung des Klosters Michelfeld in Einheit mit der Asamkirche für den ganzen Landkreis. Er stellte seinen Erhalt in eine Reihe mit den Sanierungen der Klöster in Waldsassen und Speinshart.

"Regens Wagner Michelfeld ist mit seinem Konzept für den Bezirk Oberpfalz ein Glücksfall", stellte Bezirkstagspräsident Löffler fest. Er verwies auf 196 Wohn- und 120 Werkstattplätze, 90 Plätze im Bereich der Förderstätte, betreutes Wohnen oder die teilstationäre Tagesbetreuung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben.

Zur Finanzierung sei das gesamte Netzwerk von Denkmalpflege und Städtebauförderung des Freistaats wie der Bundesrepublik gefragt. Für den Bezirk stellte er zwei Millionen Euro in Aussicht. Zusagen über Zuschüsse gibt es ansonsten vom Freistaat Bayern über den Landesbehindertenplan, vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, der bayerischen Landesstiftung, der Städtebauförderung und von der Aktion Mensch. Derzeit gelte es noch, eine Lücke von etwa 13 Millionen in der Finanzierung zu schließen.

Angezapft werden soll auf Bundesebene das Programm "National wertvolle Kulturdenkmäler". Das Kloster Michelfeld sei vom obersten Denkmalpfleger als Denkmal von deutschlandweiter Bedeutung eingestuft worden, betonte Peter Miltenberger.

Im Blick auf den denkmalpflegerischen Mehraufwand sollen auch Förderzusagen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Städtebauförderung erwirkt werden. Auch von der Erzdiözese Bamberg sei ein Beitrag zu erwarten. (Mehr zum Thema)

3,5 Millionen Euro schon verbaut

Michelfeld. (sck) Erste Pläne und Kostenschätzungen für eine Sanierung des denkmalgeschützten Klosters Michelfeld reichen ins Jahr 2004 zurück. Einige besonders dringende Einzelmaßnahmen wurden zwischenzeitlich vorgezogen, um die strengen Vorschriften für die Unterbringung von Menschen mit Behinderung zu erfüllen. Die Ausgaben beliefen sich auf 3,5 Millionen Euro. Überall im Gebäude gewährleisten jetzt Rauchmelder die Bestimmungen des Brandschutzes. Rauchmelder mit Lichtschranken sind in den Bereichen der wertvollen Stuckarbeiten verbaut. Elektrische Leitungen, die auf Putz verlegt werden mussten, bieten einen wenig attraktiven Anblick. Auch deshalb soll die Realisierung eines Gesamtkonzepts zur Sanierung und Modernisierung des Gebäudes forciert werden.

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