13.08.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Schulschwestern nehmen vier Novizinnen im Mutterhaus Auerbach auf "Prüfen, ob ich berufen bin"

Teils ein abgeschlossenes Studium, teils eine berufliche Ausbildung haben vier junge Frauen vorzuweisen, die ihrem Leben jetzt eine neue Richtung geben möchten. Am Fest der "Heiligen Maria von der schönen Liebe" erklärten sie vor Erzbischof Ludwig Schick ihren Eintritt ins Noviziat der Schulschwestern.

Ganz in weiß zogen Christina Geray, Raphaela Wundlechner, Sara Rötschke und Kristin Hubert zum Pontifikalamt in die Mutterhauskirche ein.
von Autor SCKProfil

Aus verschiedenen Teilen Deutschlands führte sie der Weg ins Auerbacher Mutterhaus des Ordens. Christina Geray kommt aus Baden-Württemberg, Kristin Hubert aus Rheinland-Pfalz, Sara Rötschke aus der Oberlausitz und Raphaela Wundlechner aus dem bayerischen Schwaben südlich von Augsburg. Über mehrere Monate haben sie sich im sogenannten Postulat auf ihre Einkleidung vorbereitet. Dazu kam neben dem Bamberger Oberhirten auch die Generaloberin der Kongregation, Anezka Bednárova aus Königgrätz in Tschechien.

Vor der Klosterkirche Mariae Himmelfahrt empfingen die Ordensschwestern und Postulantinnen sowie deren Familien, Verwandte und Bekannte den Erzbischof. Der Schwesternchor stimmte einen Begrüßungskanon an, und die jungen Frauen stellten sich mit selbst verfassten Reimen vor. Auf den Stufen zur Klosterpforte war für den kirchlichen Würdenträger ein mit Blumen umgrenzter roter Teppich ausgelegt.

Zum Einzug ins Gotteshaus spielte Ludwig Schmitt ein Orgelpräludium. Im Gottesdienst wirkte auch der Schwesternchor, ergänzt mit Violine und Blockflöte sowie Lukas Bäuml an der Trompete, musikalisch mit. Monsignore Karl Ellmann drückte die große Freude des Schwesternkonvents aus über die Bereitschaft der jungen Frauen zum Noviziat. Gleich zum Beginn des Gottesdienstes erfolgte der feierliche Akt der Einkleidung.

Dazu fragte der Erzbischof: "Was erbitten Sie von der Gemeinschaft der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau?", und laut antworteten die Postulantinnen: "Ich will das Leben in der Gemeinschaft der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau kennenlernen und mich prüfen, ob ich berufen bin, Christus in dieser Gemeinschaft nachzufolgen." Darauf erwiderte Erzbischof Schick: "Dazu schenke Ihnen der Herr seine Hilfe." Dann weihte er die Ordenskleider der Postulantinnen, besprengte die Postulantinnen mit Weihwasser und übergab ihnen das Ordenskleid mit den Worten: "Nehmen Sie das Ordenskleid und tragen Sie es als Zeichen, dass Sie Christus, dem Herrn, verlobt sind."

Schick überreichte ihnen für ihr Ordensleben das Stundenbuch der Kirche, den Rosenkranz und eine brennende Kerze. Von diesem Moment an tragen sie auch neue Namen. Christina Geray heißt jetzt Schwester Maria Josefina; Kristin Hubert entschied sich für Schwester Maria Carla. Aus Sara Rötschke wird Schwester Maria Aloisia und aus Raphaela Wund- lechner Schwester Maria Bernadette.

In seiner Predigt würdigte der Erzbischof die Ordenseintritte der Auerbacher Schulschwestern, mit einer Novizin in fast jedem Jahr. Er wertete dies als eine große Bestätigung und Anerkennung für die Gemeinschaft. Wie die Novizinnen sollten auch Geistliche und Ordensleute durch ihre Kleidung Zeugnis geben, dass sie ihr Leben Gott geweiht haben, der das höchste Gut der Welt ist. Alle Christen aber seien aufgerufen, zu zeigen, dass sie auf Jesus Christus, den Heiland und Retter der Menschheit, ihre Hoffnung setzen - in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Politik. Gelegenheiten zum öffentlichen Glaubensbekenntnis böten sich zum Beispiel durch das Tischgebet in Restaurants, bei Prozessionen oder Segnungen von Gebäuden.

Schulschwestern

Die bayerische Provinz des Ordens der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (v.U.L.F.) hat ihr Mutterhaus in Auerbach und unterhält Niederlassungen in Höchstadt, Pfronten und Eichstätt. Die Ordensschwestern wirken an diesen Orten unter anderem in Schulen, Kindergärten, Senioreneinrichtungen und in einem Krankenhaus. (sck)

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