Weihnachtsbaum vor dem Kanzleramt
Die Spur führt nach Auerbach

Bild: hfz

Auerbach/Boppard/Berlin. Die Nordmanntanne vor dem Kanzleramt in Berlin hat Auerbacher Wurzeln. Eigentlich stammt der stattliche Baum aus Boppard-Buchenau/Rheinland-Pfalz - aus dem Garten der Familie Gröning. Und damit führt die Spur in die oberpfälzische Bergstadt. Vor etwa 45 Jahren pflanzte die gebürtige Auerbacherin Rosina Lehnard, geborene Friedrich, mit ihrem bereits verstorbenen Mann Franz im eigenen Garten die heutige Kanzlertanne.

Vor 62 Jahren war die junge Frau in die Welt hinausgezogen, begegnete ihrer großen Liebe, ihrem späteren Ehemann Franz und ließ sich mit ihm in Boppard-Buchenau nieder. Beide hätten es sich damals nicht träumen lassen, dass der inzwischen auf über 15 Meter angewachsene und 1,5 Tonnen schwere Baum einmal als Kanzlertanne mit seinen Lichtern in alle Welt leuchten würde, erzählte die heute 85-jährige Rosina Lehnard ihrem in Nitzlbuch ansässigen Bruder Josef Friedrich am Telefon. Wehmut kam beim Fällen und Abtransport auch bei den jetzigen Haus- und Gartenbesitzern, Tochter Rosemarie Gröning und ihrer Familie, auf: Sie haben den Baum gespendet.

Mit ihrem Elternhaus hatte die Tochter auch das Erbe Nordmanntanne übernommen. Diese hatten die Bopparder unter 20 Kandidaten nach einem Aufruf in den Medien zum schönsten Weihnachtsbaum gekürt. Mit ihrem Ehemann Michael und Sohn Sebastian folgte Rosemarie Gröning der Einladung nach Berlin, um beim Aufstellen des Baumes dabei zu sein. Bevor der an seinem Bestimmungsort angekommen war, mussten allerdings einige Hürden genommen werden. Zwei Schwerlastkräne mussten eingesetzt werden, um den Baum über Häuser hinweg auf einen Tieflader zu hieven, bevor er auf die Reise geschickt werden konnte. Das Spektakel verfolgten nicht nur viele Zuschauer, sondern auch etliche Medienvertreter.
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