20.02.2017 - 20:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Grand Prix der Blasmusik

Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter der Thanhausener Blaskapelle. 2017 bietet weitere musikalische Höhepunkte: Sogar als Ausrichter des Vorentscheids für den "Grand Prix der Blasmusik" haben sich die Stiftländer qualifiziert.

Klaus Sladky (sitzend, rechts) bleibt Vorsitzender des Musikvereins Blaskapelle Thanhausen. Stellvertreter ist (sitzend von links) Toni Freundl, Kassiererin Anke Sladky und Schriftführerin Annika Beer. Ortssprecher Roland Heldwein (stehend von links) gratulierte auch Beisitzer Tobias Schamberger, zweitem Dirigent Uwe Franz, Beisitzer Markus Schüssler, Jugendsprecher Michael Heldwein jun. und Dirigent Alexander Franz zur Wahl. Bild: rdh
von Roland HeldweinProfil

Thanhausen. (rdh) Der Verein, der in diesem Jahr 80. Gründungsjubiläum feiert, hat einiges vor. Das wurde in der Jahreshauptversammlung am Samstag deutlich. Neben Neuwahlen gab es einen Rückblick auf das Jahr 2016 und eine interessante Vorschau.

In seinem Bericht bezifferte Vorsitzender Klaus Sladky die Zahl der Mitglieder auf 310 Personen. 27 davon sind aktive Musiker. Der Verein zählt weiterhin drei Ehrenmitglieder, einen Ehrendirigenten und fünf "Azubis", die gerade ein Instrument lernen.

Musikabende gut besucht

In seinem Rückblick bedankte sich Sladky bei den zahlreichen Spendern beim Neujahrsanspielen, was auch heuer der erste Einsatz des Jahres war. 2016 hatte die Blaskapelle drei Höhepunkte zu verzeichnen. Sowohl der Vorsitzende als auch wenig später der Dirigent schwärmten vom zweiten Blasmusikabend in der "O'Schnitt"-Halle in Wurz. "Die Besucherzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr geradezu verdoppelt", sagte Sladky. Auch 2017 ist die Veranstaltung fest eingeplant. "Für unsere Fans wird wieder ein Shuttlebus eingesetzt", ergänzte Sladky mit einem Augenzwinkern.

Beim Gartenfest des FC-Bayern-Fanclubs nahm der Musikverein am Bulldogzieh-Wettkampf teil und gewann. Als Preis gab es ein Spanferkel, welches bei der Jahresabschlussfeier im Dezember in der Mehrzweckhalle verspeist wurde. Klaus Sladky bedankte sich bei Lothar Schicker und bei den Pächtern der Mehrzweckhalle für den reibungslosen Ablauf. Im Herbst besuchten die Musiker die Patenkapelle in Gissigheim bei Tauberbischofsheim. Bei dem zweitägigen Ausflug luden die Stiftländer auch schon zum anstehenden Gründungsfest am Pfingstwochenende ein. Schon traditionell ist der "Ernst-Mosch-Abend" am zweiten Samstag im November in der Mehrzweckhalle. Wieder hatte die Blaskapelle ein ausverkauftes Haus zu verzeichnen, freute sich der Vorsitzende. Dieser Abend steht auch 2017 im Jahresprogramm.

Neue Probenzeit bewährt

Dirigent Alexander Franz berichtete von den zahlreichen musikalischen Aktivitäten im abgelaufenen Vereinsjahr. Nach zweijähriger Amtszeit sei schon etwas mehr Routine in seine Arbeit eingekehrt. Er könne sich auf die Kapelle sehr gut einstellen und umgekehrt, stellte Franz fest. Als sehr gut bewertete er auch die Anpassung der Probezeiten. Nachdem sehr viele Schichtarbeiter unter den Musikern sind, finden die Proben jetzt wahlweise am Freitag oder am Sonntag statt. "Gelegentlich wird auch an einem Donnerstag geprobt, je nachdem, an welchem Tag die meisten Musiker Zeit haben", berichtete der Dirigent.

Aktive Jugendgruppe

Michael Heldwein jun. gab seinen Bericht als Jugendsprecher ab. Derzeit sind zehn Jugendliche unter 18 Jahren Teil der Jugendgruppe. Fünf davon erlernen ein Instrument - zwei Klarinetten, zwei Schlagzeuger, ein Tubist. Fünf Jugendliche spielen schon regelmäßig in der Kapelle mit. Heldwein berichtete weiter von einem Kegelabend, Grillabend und Pizzaessen. Auch 2017 werden diverse Unternehmungen organisiert. Heldwein bedankte sich bei Festleiter Roland Heldwein, der für die Jugendgruppe bei der Stadt Bärnau den Jugendförderpreis beantragt hatte. Die Blaskapelle hat diese Auszeichnung auch gemeinsam mit einer weiteren Gruppe aus der Großgemeinde Bärnau bekommen. "Die 500 Euro können wir garantiert sehr gut brauchen", resümierte Heldwein.

Neue Schriftführerin

Bei den Neuwahlen blieb fast alles wie bisher. Nur im Amt des Schriftführers gab es einen Wechsel. Hier folgte Annika Beer auf Markus Schüssler. Stadtrat und Ortssprecher Roland Heldwein überbrachte die Grüße des Stadtrates und des Bürgermeisters. Er bedankte sich für das Engagement des Vereins und hob insbesondere die Jugendarbeit hervor. "Die Kinder müssen Monate oder Jahre investieren, bis ihre Ausbildung Früchte trägt und sie in die Musikkapelle integriert werden können", wusste Heldwein. Zum Abschluss überreichte er dem Vorsitzenden eine finanzielle Unterstützung.

Sternmarsch zum Jubiläum

Dann berichtete Heldwein in seiner Funktion als Festleiter vom bevorstehenden 80. Jubiläum, das vom 2. bis 5. Juni gefeiert wird. "Das Programm kann sich sehen lassen", versicherte er. Als "Highlights" nannte er den Auftritt der "Stoapfälzer Spitzbuam", die am Samstagabend für alle Jungen und Junggebliebenen aufspielen, sowie am Sonntag den Sternmarsch mit Gemeinschaftschor am Sportplatz.

Für den Abend des Pfingstmontag ergatterten die Thanhausener dann den ersten von drei Vorentscheiden zum "Grand Prix der Blasmusik" als Ausrichter. Im Festzelt sollen dann drei halbprofessionelle Blaskapellen musikalisch um den Einzug ins Finale im Circus Krone in München streiten. Die weiteren Vorentscheide sind in Eching und Obergünzburg.

Hochrangige Jury

Präsentiert und moderiert wird die Vorentscheidung durch den aus Rundfunk und Fernsehen bekannten Georg Ried gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk. Auch die Jury ist hochrangig besetzt, verriet Festleiter Heldwein. So befindet sich beispielsweise Ernst Hutter, der Dirigent der Egerländer Musikanten und Nachfolger von Ernst Mosch, unter den Juroren. Heldwein bat alle, beim Jubiläum zusammenzuhalten und die vielen notwendigen Handgriffe gemeinsam zu erledigen.Bronze für jungen Schlagzeuger

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