Hohe Unkosten zwingen eventuell zu vorzeitiger Schließung!
Wer soll das bezahlen?

Die Luftkugel ist die neue Attraktion im Freibad in Altglashütte.
Freizeit
Bärnau
29.08.2011
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Über die vorzeitige Schließung des Freibades in Altglashütte machen sich die Verantwortlichen des Förderkreises Freibad Altglashütte ihre Gedanken. Der überaus schlechte Sommer und die weiteren Aussichten auf badefreundliche Temperaturen geben Anlass, die finanzielle Situation zu überdenken. So gut wie keine Besucher und laufende Ausgaben für betriebsnotwendige finanzielle Unterhaltung rechtfertigen eine vorzeitige Schließung gegen Ende August. Es müsste schon noch ein Wunder geschehen, um finanzielle Einbußen einigermaßen ausgleichen zu können.

"Es ist zum Haare ausraufen", berichtet Schwimmmeister Siegfried Walter. "Eine Badesaison wie in diesem Jahr habe ich in meiner 38 Jahre langen Berufszeit im Freibad noch nicht erlebt. Wir hatten zwar einige Sonnentage an denen das Freibad gut besucht war. Aber im Durchschnitt hatten wir keine zusammenhängenden sonnigen Badetage. Gerade bei uns macht sich auch der rückgängige Fremdenverkehr stark bemerkbar.

Wir konnten zwar wieder große Energieeinsparungen durch unsere Abdeckung erwirtschaften, aber die Kosten für den gesamten Unterhalt des Freibades mit allen Nebenkosten im betrieblichen Bereich und der allgemein steigenden Preise sind durch die Einnahmen nicht abzudecken. Der von der Stadt gewährte Zuschuss muss teilweise für Neubeschaffungen von Geräten und Unterhaltung der Gebäude ausgegeben werden. Positiv sind die Mitgliedsbeiträge des Fördervereins zu bewerten, weil diese schon vor Beginn der Badesaison zur Abdeckung der Ausgaben zur Verfügung stehen."

Ein großes Problem zu lösen, stehe in der Personalbesetzung an. Hierüber wurde in der letzten Vorstandsbesprechung eingehend diskutiert. Vorsitzender Engelbert Träger regte an, dass die umliegenden Gemeinden eine Art Verband gründen sollten, in dem die Personalangelegenheiten finanziell geregelt werden könnten. Anwesende Vorstandsmitglieder und Vertreter der Gemeinden aus Flossenbürg und Floß brachten hierzu ihre Bedenken vor. Thomas Meiler, Schriftführer und auch Gemeinderat aus Flossenbürg, brachte den Vorschlag ein, sich mit dem Förderkreis Langlaufzentrum Silberhütte in Verbindung zu setzen, ob hier nicht ein personeller Zusammenschluss möglich wäre. Hierzu wurden jedoch schon einige Gespräche geführt, die zu keiner befriedigenden Lösung führten.

Als weitere Alternative brachte Siegfried Walter als Anregung, dass dieses Problem nur durch die Stadt gelöst werden könnte, weil auch für das Hallenbad eine Fachkraft für die zukünftige Weiterführung notwendig wird. Zur Führung von öffentlichen Bädern ist eine Fachkraft für Bäderbetriebe vorgeschrieben. Eine Festanstellung für die beiden Freizeiteinrichtungen wird sich auch an den anfallenden Arbeitsstunden nicht realisieren lassen. Die sehr unterschiedlichen und sich zeitlich überschneidenden Aufgabengebiete lassen keine zufriedenstellende Lösung erkennen.

Im technischen Bereich hatten wir keine größeren Probleme. Dankenswerter Weise hatten wir auch keine nennenswerten Unfälle zu verzeichnen. Die Wasserwacht-Ortsgruppe Hohenthan kam ihren gestellten Aufgaben hauptsächlich an den Wochenenden nach. Wegen des schlechten und teilweise kalten Wetter konnten auch keine Schwimmkurse abgehalten werden.

Wir hoffen, so der Vorsitzende Engelbert Träger, dass wegen des schlechten Wetters keine Austritte im Förderkreis Freibad Altglashütte zu verzeichnen sind und würden uns wünschen, weitere Mitglieder begrüßen zu dürfen.