12.07.2017 - 19:06 Uhr
BärnauOberpfalz

Ideenschmiede und Angebote zur Unterstützung für OWV Silberstreif für Schutzhaus

Das Murren beim OWV ist unüberhörbar. Und dabei geht es nicht nur um die Zukunft des Schutzhaus Silberhütte.

Das Schutzhaus Silberhütte gilt als Symbol des Oberpfälzer Waldvereins und ist weit über die Region hinaus bekannt. Das Kleinod aus dem Jahr 1932 braucht dringend eine energetische Sanierung. Außerdem sucht der OWV ein Konzept, das Haus für Pächter, Wanderer, Skilangläufer und andere Ausflügler attraktiv zu betreiben. Bilder: ui
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Silberhütte. Ideen für die Zukunft der symbolträchtigen Hütte waren bei der Diskussionsrunde am Dienstagabend gefragt. Die kamen auch aus dem Kreis der 50 Besucher. Doch es blieben bei vielen Mitgliedern Zweifel, ob davon etwas umgesetzt wird, und so der Weg geebnet würde, aus der Silberhütte wieder eine Goldgrube zu machen, wie es Vorsitzender Armin Meßner zu Beginn als Ziel verkündet hatte.

Überrascht waren Vorstand und Anwesende von der Nachricht, dass die Nachbarn vom Skilanglaufzentrum einen Gastrobetrieb in ihren Gebäuden an der Loipe planen würden (siehe Kasten). Der Stadtrat Bärnau wird am heutigen Donnerstag darüber diskutieren.

Ein Brief an Staatssekretär Albert Füracker ins Heimatmuseum mit der Frage nach einer mögliche finanziellen Unterstützung. So lautete der Vorschlag der Weidenerin Petra Vorsatz, der als erster aus der Runde kam. Den Kontakt zur Tourismus- und Gastroschule in Wiesau oder den entsprechende Studiengängen in Heilbronn oder auch zu den Marketingexperten der OTH zu suchen, lautete eine weitere Idee.

Ins Stocken kam die Diskussion dann über die Frage nach dem Huhn oder Ei, sprich was man zuerst erledigen müsse: Finanzen ausloten, ein Betriebs- oder ein bauliches Konzept entwerfen.

"Wenn ein Konzept erarbeitet wird, darf das nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden", forderte Bauunternehmer Hans Balk, der schon viel am Schutzhaus gerichtet hat. "Ich bin mir sicher, dass die Silberhütte in welcher Form auch immer als Markenzeichen erhalten bleibt." Er wünscht sich Mithilfe und glaubt an den entsprechenden Einsatz aus dem Kreis der Mitglieder.

Für eine Lösung mit dem Förderkreis Silberhütte, der das Skilanglaufzentrum betreibt, votierte Bärnaus Bürgermeister Alfred Stier. Er bewundere Leute, die sich wie Balk einsetzen. Aber allein werde es der OWV nicht stemmen. Eine große Lösung koste zwei bis drei Millionen Euro. "Wenn Sie es nicht einmal schaffen, dass die Vereinszeitschrift 'Arnika' kostendeckend rausgeht, wie wollen Sie es da schaffen, die Silberhütte auf Vordermann zu bringen."

Stier bot sich als Moderator für Gespräche mit den Langläufern an und sagte Unterstützung der Stadt bei der Sanierung des Schutzhauses zu. "Die Silberhütte hat weiterhin einen guten Ruf in ganz Bayern."

Oliver Mutterer plädierte als ersten Schritt für Gespräche mit den Langläufern, dann für die Suche nach einem Investor für das Schutzhaus. Sollte beides nicht erfolgreich sein, gelte es, die Ideen aufzugreifen, Experten zu suchen und dann einen Rückbau zumindest des Saalanbaus anzudenken. Man wisse, dass einige Pächter wegen der hohen Energiekosten wieder gegangen seien. "Wenn die 10 000 Mitglieder zehn Jahre lang vier Euro dazuzahlen, dann haben wir fast eine halbe Million Euro zusammen. Dann klappt auch das mit den Zuschüssen", rechnete der stellvertretende Flosser Bürgermeister vor. (Angemerkt)Hoffnung auf Zweckehe

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