Nachbarschaftshilfe Bärnau bietet Geisterführung
Hinunter ins finstere Gewölbe

Kurt Weiß und Max Gmeiner bei der Führung durch die unterirdischen Gänge. Aufmerksam lauschten die Kinder den spannenden Geschichten. Bild: bir
Freizeit
Bärnau
01.09.2017
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Alte Sagen, Geisterführung in einem ehemaligen Eiskeller, Basteln eines Drudenkreuzes: Da mangelt es nicht an Spannung.

Die Nachbarschaftshilfe Bärnau beteiligte sich beim Ferienprogramm der Stadt Bärnau. Mehr als 30 Kindern aus der Großgemeinde Bärnau kamen zur Geisterführung. Ein spannender Nachmittag. Was die Kinder natürlich freute: Zum Abschluss gab es eine kleine Stärkung: Pommes oder Eis. Die Führung durch die unterirdischen Gänge und Keller unterhalb des "Gasthof zur Post" und eines Teils des Marktplatzes von Bärnau, die von Kurt Weiß und Max Gmeiner durchgeführt und mit spannenden Geschichten begleitet wurde, begeisterte. Vor allem Kurt Weiß kannte sich natürlich sehr gut aus in den alten Kellergewölben seines Elternhauses. So konnte er den Kindern viele Geschichten authentisch vermitteln, vor allem wie es damals vor vielen Jahren war, als es noch keine Kühlschränke gab. Denn dann musste neben den Lebensmitteln vor allem auch das selbst gebraute Bier während der Sommermonate in den Eiskellern kühl gelagert werden. Wie dann so ein Eiskeller funktionierte, wurde ausführlich und anschaulich erklärt. In der Gaststube wurden dann unter Mithilfe der Helferinnen der Nachbarschaftshilfe Bärnau Drudenkreuze gebastelt. Eine Drude, kurz zur Erklärung, ist ein Wesen des Volksglaubens, welches sich nachts auf die Brust von Schlafenden setzt und Alpträume sowie Beklemmung und Atemnot verursacht. Diese Kreuze, auch Drudenfüße genannt, sollten somit die Menschen, das Vieh und die Felder vor Druden und anderen Geistern beschützen.

Weiterhin wurden von Max Gmeiner und Kurt Weiß noch viele spannende Sagen und Geschichten aus dem "Bärnauer Ländchen" erzählt. Damit sollte auch versucht werden, die Kinder mit der Bärnauer Geschichte vertraut zu machen und das Interesse für sie zu wecken. Die Nachbarschaftshilfe dankte Ludwig Fischer, Inhaber des "Gasthof zur Post", für die Bereitstellung der Kellergewölbe für die Führung.
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