28.11.2017 - 16:10 Uhr
BärnauOberpfalz

Nicolas Ceway stellt im Geschichtspark sein Buch "Badetage" vor Zuhörer bekommen Gänsehaut

Kein Stühlerücken, kein Flüstern, als Nicolas Cenway die "Briefe an den lieben Gott" vorträgt. Diese Passage macht nachdenklich. Die Zuhörer lauschen aufmerksam, es ist still im Café des Geschichtsparks, wo der Weidener Autor sein Buch "Badetage" vorstellt.

Nicolas Cenway liest im Geschichtspark Bärnau aus seinem Buch "Badetage". Musikalische Unterstützung bekommt der Weidener Autor vom "Vilswanderer" Wolfgang Ignatz. Bild: mic
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Cenway machte neugierig auf seinen Thriller, der die Leser nach einem Mord in der Nähe von Houston schließlich in die Oberpfalz führt. Gut eineinhalb Stunden lang präsentierte er dem Publikum Häppchen aus seinem Buch, das nicht nur eine packende Lektüre ist, die man nicht mehr aus der Hand legen mag, sondern die Leser für das Thema "Kindesmissbrauch" sensibilisieren möchte.

Deshalb arbeitet Cenway seit einiger Zeit auch mit dem Weidener Verein "Karolina e. V." zusammen, deren Vorsitzende Tina Kiener bei der Lesung anwesend war. Von jedem verkauften Buch will der Autor drei Euro an die Hilfsorganisation spenden.

Musikalische Unterstützung bekam Cenway von Wolfgang Ignatz, einem der drei "Vilswanderer", der für den guten Zweck auf seine Gage verzichtete. Mit "Kriminal Tango" stimmte der Liedermacher sein Publikum auf den Abend ein und begeisterte zwischen den Kapiteln mit Gitarren- und Mundharmonikaklänge. Auch wenn der Inhalt von "Badetage" durchaus harte Kost ist, muss sich vor dem schwierigen Thema niemand fürchten.

Der Schriftsteller schuf mit dem jungen Anwalt Tom Wolfert eine derart sympathische Hauptfigur, der es gelingt den Leser an der Hand zu nehmen und durch alle menschlichen Abgründe zu führen. Wie der Thriller letztendlich endet und wer für die vielen Morde verantwortlich ist, verrät Ceway nicht. Der "Vilswanderer" äußerte seine eigenen Vermutung und sang: "Der Mörder ist immer der Gärtner". Cenway dankte abschließend allen, die sich für missbrauchte Kinder einsetzen. Er selbst hatte als Bub ebenfalls Schlimmes erlitten. "Und mir ist geholfen worden." Kindern, denen nicht geholfen wird, drohe ein ähnliches Schicksal wie ihren Peinigern. Wer die Lesung verpasst hat, kann am 18. Januar in die Regionalbibliothek nach Weiden kommen, wenn Nicolas Cenway auf Einladung von "Karolina e. V." liest.

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