Christoph Weigl muss als neuer CSU-Vorsitzender zum Auftakt zwei Austritte verkraften
Stabwechsel mit "Begleitmusik"

Die neue CSU-Führung mit CSU-Kreisgeschäftsführer Peter Gold (hinten von links): Beisitzer Michael Heldwein, Beisitzer Michael Schedl, Peter Gold, Beisitzer Georg Sollfrank, stellvertretender Vorsitzender Alfred Stier sowie (vorne von links) Schriftführerin Alexandra Morgado, Vorsitzender Christoph Weigl, Stellvertretender Vorsitzender Engelbert Träger und Kassier Hermann Lobinger. Nicht im Bild ist Beisitzer Roland Heldwein. Bild: ws
Lokales
Bärnau
14.04.2013
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Ohne größere Diskussionen vollzog sich der "Stabwechsel" bei der CSU. Christoph Weigl folgt auf Cornelia Schwamberger. Zum Auftakt seiner Amtszeit konnte Weigl aber nicht nur beste Wünsche mit auf den Weg nehmen. Auch zwei Austritte musste der neue Mann am Beginn seiner Führungstätigkeit hinnehmen.

Bei der Jahresversammlung der Bärnauer CSU am Freitag in der Kellerwirtschaft durfte Vorsitzende Cornelia Schwamberger eine letzte Bilanz in dieser Funktion ziehen. Dabei verzichtete sie auf die übliche Rückschau und stellte dafür Dankesworte in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Allen engagierten Mitarbeitern, den treuen CSU-Mitgliedern und vor allem den Förderern stattete die Vorsitzende einen herzlichen Dank ab, vor allem für die "offene und ehrliche Zusammenarbeit". Insgesamt verzeichnete die Vorsitzende 57 Mitglieder bei der Orts-CSU.

Solide Mitgliederstruktur

Weiter unterstrich Cornelia Schwamberger die solide Mitgliederstruktur im Ortsverband von Jung bis Alt. "So wird es gut weitergehen mit der CSU", war ihr Fazit. Der Partei wünschte sie kritische Mitglieder, die auch den Mut fänden, eigene Entschlüsse zu fassen. Mit der Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren, wollte die Vorsitzende die Leitung des Ortsverbands in jüngere Hände abgeben. Abschließend appellierte Cornelia Schwamberger gerade an die Frauen, bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr für eine Kandidatur bereit zu stehen. "Dann sehe ich nicht schwarz für die CSU!"
Als Bürgermeister blickte Alfred Stier auf zwölf ereignisreiche Monate zurück, die viele Veränderungen bewirkt hätten. "Wir werden Bärnau weiter voranbringen", war sich Stier sicher, auch mit dem neuen Instrument der "Kommunal GmbH".

Andere Meinung respektieren

Peter Gold, als CSU-Kreisgeschäftsführer, dankte Cornelia Schwamberger für die langen Jahre an der Spitze des Ortsverbandes. Für die Wahlen appellierte Gold besonders zur Einigkeit. "Die CSU ist immer stark, wenn Einigkeit herrscht", wusste Gold aus seinen Erfahrungen aus Tirschenreuth. Freilich dürfe es immer auch andere Meinungen geben. "Das müssen wir respektieren", war dem CSU-Mann klar.

Nach den Wahlen (Ergebnis siehe Infokasten) durfte Weigl als erste Amtshandlung seiner Vorgängerin für ihr Engagement danken. Gerade in der Zeit der Vertretung von Peter Hampel hätte Cornelia Schwamberger hervorragende Arbeit geleistet. Dabei sei auch der Zugang zur Städtebauförderung ihrem Einsatz zu verdanken. Als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat stellte sich Weigl hinter die "Kommunal GmbH". Sie sei ein notwendiger Schritt, um die Herausforderungen zu meistern.

Für einen ungewöhnlichen Abschluss der Sitzung sorgte beim Punkt Verschiedenes dann Rudolf Standfest, der bei der Versammlung seinen Austritt erklärte. "Ich fühle mich im Ortsverband nicht mehr wohl", begründete das langjährige CSU-Mitglied seine Entscheidung. Im Verlauf des Treffens hatte auch ein früheres Vorstandsmitglied seinen Austritt mitgeteilt.
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