14.10.2013 - 00:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Grundschüler besuchen Rathaus in der Knopfstadt und wollen von Alfred Stier allerhand wissen Was der Bürgermeister so macht

Wie wird man Bürgermeister? Was machen Sie den ganzen Tag? Wie hoch ist das Rathaus? Machen Sie auch mal Urlaub? Mit viel Neugierde und großem Interesse fragten die 24 Schüler der 4. Klasse der Grundschule Bürgermeister Alfred Stier alles, was sie schon immer mal von ihm wissen wollten.

Umrahmt von den Klassensprechern der vierten Grundschulklasse, die abwechselnd die Amtskette tragen durften, gab Bürgermeister Alfred Stier bereitwillig Auskunft über sein Amt und die Aufgaben der Stadtverwaltung. Bild: bir
von Autor BIRProfil

Denn zusammen mit Rektor und Klassenleiter Uli Sangl und Förderlehrer Hans Karl statteten sie dem Stadtoberhaupt einen Besuch im Sitzungssaal des Rathauses ab. "Wir haben uns im Heimat- und Sachkundeunterricht auch über die Gemeinde Bärnau, über die Wahlen, die Parteien und Gruppierungen und dem Rathaus als Mittelpunkt der Gemeinde unterhalten", eerläuterte Sangl. "Dabei ist dann die Frage aufgekommen, wie das in Bärnau ist und wer dort welche Aufgaben inne hat."

So hörten die Schüler dem Bürgermeister gespannt zu, als dieser zuerst seine Person und seinen eigentlichen Beruf als Fischereimeister vorstellte. Danach erklärte er ihnen, in welche Abteilungen sich die Stadtverwaltung gliedert und welche Aufgaben sie eigentlich haben. Außerdem brachte er den neugierigen Zuhörern die Hauptaufgaben der Stadt nahe, wie etwa die Wasserversorgung. "Denn", so Stier, "ohne Wasser gibt es kein Leben." Auch die Unterhaltung der Gemeindestraßen, immerhin 128 Kilometer, stelle immer wieder ein großes finanzielles Problem dar.

Viele Einrichtungen

Großer Wert werde auch auf die erste Bildungsstufe, die Kinderkrippe und den Kindergarten, gelegt. Viele städtische Einrichtungen, wie etwa Bücherei, Bauhof, Knopfmuseum, Hallenbad, Freibad und natürlich nicht zuletzt die Grundschule müssten von der Stadt getragen werden.

Und dazu brauche man natürlich auch Einnahmen. Und wo, so war eine Frage der Schüler, kommt das Geld her? "Teilweise", so der Bürgermeister, "kommt das direkt von eueren Eltern." Damit meinte er unter anderem die Wasser- und Abwassergebühren, die sogenannten Gebrauchsgebühren und andere Gebühren, wie etwa die Grundsteuer.

Was denn ein Bürgermeister hauptsächlich tun müsse, war eine weitere Frage. Der Bürgermeister, erklärte Stier, müsse versuchen, zusammen mit den Stadträten für alles eine Lösung zu finden. Bisher sei seine Tätigkeit seit Februar 2012 noch nie langweilig gewesen. "Es macht Spaß." Und was er denn sonst noch den ganzen Tag mache, wurde er gefragt. Darauf der Bürgermeister: "Ich muss im Büro mit den Bürgern sprechen, muss viel unterschreiben, auch viele Rechnungen und viel "Papierkram" erledigen. Und vor allem die Ergebnisse der Stadtratssitzungen vollziehen."
Auf die Frage, was er an Bärnau schön finde, erinnerte der Bürgermeister an die einzigartige Landschaft und "Bürger, die zu Bärnau stehen". Und der Zusammenhalt der einzelnen Gemeindeteile über die Vereine, der zu einer positiven Entwicklung führe. Und dass es weiterhin eine Grundschule gebe.

Auch die Umgehungsstraße und die Windkraft wurden angesprochen. Dabei stellte sich heraus, dass gerade zu den Windrädern einige Schüler erstaunlich viel über dieses Thema und die Zusammenhänge wussten. Wie es mit der Windkraft weitergehe, darüber, so Stier, müsse der Stadtrat entscheiden. "Wir sollten aber Energie selber produzieren."

Neue Computer nötig

Einig waren sich Rektor Uli Sangl und die vierte Klasse, dass unbedingt auch neue Computer für die Grundschule benötigt würden. Der Bürgermeister versprach, dies entsprechend weiterzugeben.

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