Mädchen retten zwei Geißböcken das Leben - Mit der Flasche aufgezogen - Bald auf die Weide
Flocki und Rocky bestens in Form

Lokales
Bärnau
04.05.2013
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(bir) Quicklebendig springen und laufen sie durch den Garten von Josef Zant - die beiden jungen Ziegenböcke Flocki und Rocky. Und dass sie heute so herumtoben können, das verdanken die Zicklein drei Mädchen aus Bärnau. Denn eigentlich waren sie nach ihrer Geburt vor fünf Wochen nicht lebensfähig.

Josef Zant erzählt, dass kurz nach der Geburt vor fünf Wochen die schon etwas ältere Mutter der beiden Zicklein an Kalziummangel gestorben sei. Auch der Tierarzt konnte nicht mehr helfen. Zant: "Die beiden Ziegenböcke hätten keine Überlebenschance gehabt." Schon seit längerer Zeit kamen Lisa, India und Paula zu ihm in den Garten und halfen ihm bei der Arbeit mit seinen vielen Geißen. Ihnen machte das einfach Spass und sie lernten auch viel dabei.

Die Mädchen bekamen die Geburt der Zicklein natürlich hautnah mit und auch, dass nach dem Tod der Ziegenmutter, die jungen Geißböcke nicht überleben würden. Deshalb beschlossen die drei Mädchen: "Die sollen weiterleben. Wir ziehen die auf!" Viel Geduld und Ausdauer waren nötig, um die beiden Böcke, Flocki und Rocky wurden sie getauft, an die Flasche zu gewöhnen. Sie mussten die Technik für die "Saugerei" erst lernen. Dreimal täglich bekamen sie von nun an ihre Flasche mit Milchaustausch. Dieser musste genau nach Vorschrift angerührt und temperiert werden, bei falscher Konzentration konnte es leicht zu Kreislaufstörungen, Muskelzittern oder auch zu Durchfall kommen und das wäre für die Gesundheit der jungen Böcke nicht gut gewesen.

Jetzt Heu und Gras

Nun nach fünf Wochen haben es die beiden jungen Böcke Flocki und Rocky geschafft! Sie haben sich hervorragend entwickelt. Jetzt in der Übergangsform dürfen sie schon Heu, Gras und Getreide fressen. Doch die Mädchen haben noch etwas Besonderes mit ihren Böcken vor. Zurzeit werden sie behutsam an ein Geschirr gewöhnt und später dürfen sie einmal einen kleinen Leiterwagen ziehen. Und in zwei Wochen, so Josef Zant, geht es zusammen mit den anderen Ziegen hinaus auf die Weide an den Moorweiher. Und hier müssen sie auch lernen, sich einer Herde unterzuordnen oder ihren Platz zu verteidigen. Josef Zant, der "Goiß'n-Sepp", weiß die Arbeit und die Mithilfe der Mädchen sehr zu schätzen: "Sie waren sehr fleißig, haben aber auch viel gelernt, vor allem auch, wie man mit Tieren umgeht und was man alles beachten muss."
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