"Nachbarschaftshilfe Bärnau" bietet vielfältige Dienstleistungen an - Soziale Feuerwehr
Essen, Einkaufsdienst und Nähservice

Lokales
Bärnau
19.04.2013
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Alle wünschen sich ein langes, erfülltes Leben in Gesundheit und Harmonie. Aber Krankheit, Hilfe- und Pflegebedürftigkeit lassen sich nicht immer abwenden. Und manchmal sind die nächsten Angehörigen nicht in der Lage, die nötige Unterstützung zu leisten. Hier setzt die "Nachbarschaftshilfe Bärnau" an.

Rasch können "kleine Dinge" zu größeren Problemen werden: Wer kann die Blumen gießen, wenn ich in Urlaub oder im Krankenhaus bin? Wer kann mir ein Regal an der Wand befestigen? Wer kann mich mal wohin bringen, wenn ich nicht mobil bin? Wer würde den Einkauf für mich erledigen?

Die "Nachbarschaftshilfe Bärnau", die unter der Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Tirschenreuth, steht, bietet da nun eine Anlaufstelle für Jung und Alt an. Eine Art soziale Feuerwehr.

So vermittelt die "Nachbarschaftshilfe" unter anderem ambulante Pflege, Hausnotrufsysteme, Fahrdienste, Einkaufsdienste, Hausmeisterdienste, Räum- und Streudienste, Schülernachhilfe, Babysitting, Haustierversorgung, Bügel- und Nähservice und natürlich auch "Essen auf Rädern". Wer nicht mehr selbst kochen möchte, kann sich ein fertig zubereitetes Essen nach Hause bringen lassen und das natürlich jeden Tag in der Woche. Diesen Dienst der "Nachbarschaftshilfe" nimmt schon seit geraumer Zeit Barbara Schnabl in Anspruch. Die Seniorin gesteht: "Ich kann einfach nicht mehr so lange am Ofen stehen." Ihr Rücken macht ihr schwer zu schaffen. Ohne Schmerztabletten "geht da überhaupt nichts mehr." Und auch die Beine spielen nicht mehr richtig mit. Deshalb kommt jeden Tag der ambulante Pflegedienst des Roten Kreuzes zu ihr, verbindet die Füße und hilft bei der Körperpflege. Barbara Schnabls Tochter, die in Tirschenreuth wohnt, versucht jeden Tag einmal vorbeizuschauen, genauso wie ihr Enkel.

Zu gefährlich

Das Frühstück und das Abendessen macht sich Barbara Schnabl immer noch selbst. "Nur das mit dem Putzen klappt nicht mehr so richtig. Das ist zu gefährlich und zu anstrengend für mich." Mit ihren körperlichen Beschwerden kann sie inzwischen ganz gut leben. Barbara Schnabl: "Hauptsache im Kopf ist alles da!" Barbara Schnabl fühlt sich wohl in ihrer vertrauten Umgebung, möchte hier "Auf der Lehmwiese" auch so lange wie möglich bleiben. Ein paar Mal, so erzählt sie, war sie schon in Kurzzeitpflege in verschiedenen Seniorenheimen. "Doch zu Hause ist es einfach am schönsten." Hier wohnt sie zwar allein - ihr Mann starb vor sieben Jahren - doch es kommt immer mal jemand vorbei.

Wie etwa Lotte Wegener aus Hermannsreuth, die ehrenamtlich in der "Nachbarschaftshilfe" mitarbeitet, und beispielsweise das Mittagessen serviert. Und natürlich nimmt sie sich Zeit für einen Plausch. Danach muss sie mit dem "Essen auf Rädern" noch nach Schwarzenbach, wo bereits eine weitere Kundin auf ihr Mittagessen wartet.
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