Stadtrat stockt die Unterstützung von 23 000 auf 30 000 Euro auf - Wasserleitung zur Silberhütte
Mehr Mittel für das Freibad

Lokales
Bärnau
14.05.2012
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Eindrucksvoll sind die Arbeiten der Mitglieder des Förderkreises Freibad Altglashütte zum Erhalt der Anlage. Siegfried Walter gab im Stadtrat einen Einblick in die hohen Aufwendungen für das Bad. Um die Freizeitanlage weiter zu erhalten, billigte der Stadtrat eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses von 23 000 auf 30 000 Euro.

Bei einem zurückliegenden Treffen hatte der Stadtrat um mehr Informationen vor einer Erhöhung des Zuschusses gebeten. Und die lieferte Siegfried Walter bei der Sitzung am Donnerstag.

Dabei zeigte Walter die aktive Mitarbeit des Förderkreises sowie die Bedeutung des Mitgliederbeitrags auf. Gemeinsam mit der Unterstützung der Stadt sei es so möglich, die beliebte Anlage zu erhalten. Immerhin würden jährlich rund 17 000 Besucher in das Freibad kommen. Allerdings verwies Walter auch auf die notwendigen Anschaffung und laufenden Reparaturen. So müsste heuer ein Teil der Beckenfolie ausgetauscht werden. Auch würden Arbeiten an der Dacheindeckung oder bei den Fenstern nötig.

An den Stadtrat appellierte Walter, die Freizeiteinrichtung unbedingt zu erhalten. Und dabei verdeutlichte Walter auch seine persönliche Beziehung zum Bad. "Ich war schon bei der Errichtung vor 40 Jahren als Polier dabei!" In diesem Jahr soll das Bad an Pfingsten öffnen.

Häring: Kein Vertrauen


Im gesamten Stadtrat wurde das außergewöhnliche Engagement des Förderkreises für das Bad anerkannt. Doch Hubert Häring (Christlich Freie Wählergemeinschaft) betrachtete es als durchaus legitim, diese städtische Einrichtung auf ihre Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Und hier störte sich Häring daran, dass für die Baumaßnahme im Jahr 2009 dann 2011 ein Zuschussantrag an die Stadt gestellt worden war. "Da habe ich kein Vertrauen mehr", so Häring. Besonders beeindruckt von der ehrenamtlichen Tätigkeit zeigte sich Gottfried Beer (SPD). Deshalb hatte er auch seine Meinung geändert und befürwortete die Unterstützung. "Für 30 000 Euro kann sonst niemand im Landkreis ein Bad betreiben!" Freilich wusste auch Beer, dass diese Summe wohl auf Dauer nicht ausreichend könnte. Nur gegen die Stimme von Hubert Häring wurde der höhere Zuschuss bewilligt.

Kanal und Wasser

Beim Kanalbau zur Silberhütte will die Stadt gleich die Wasserleitung mit verlegen lassen. Diplom-Ingenieur Peter Bork stellte die Details vor und errechnete Kosten von rund 118 000 Euro. Dazu würde es aber keine Förderung geben, nachdem nur eine Ersterschließung bezuschusst werde. Und auf der Silberhütte bestehe bereits eine eigene Anlage mit kleinem Hochbehälter. Doch gerade dort würden demnächst auch Ausgaben für die Technik anfallen, berichtete Wasserwart Winfried Hecht. Und die wasserrechtliche Erlaubnis läuft 2013 aus.
Beim Neubau des Hochbehälters Altglashütte könnte die Versorgung für die Silberhütte dann mit berücksichtigt werden. Vorteil wäre, dass die alte Anlage dann wegfallen würde. "Die neue Anlage könnte dann auch wirtschaftlicher arbeiten", erläuterte Bork. Für die zusätzliche Wasserversorgung würden rund 50 000 Euro Bau- und 37 000 Maschinenkosten sowie Nebenkosten anfallen.

Kosten belasten Gebühren

Gottfried Beer stellte heraus, dass die Kosten auf die gesamte Gemeindefläche auf die Gebühren umgelegt würden. "Das ist nicht unerheblich", betonte der Sozialdemokrat. Alfred Wolf (Junge Wählergemeinschaft) betonte auch die Versorgungssicherheit durch den Anschluss. Einstimmig wurde die Verlegung der Wasserleitung im Zuge der Kanalbaumaßnahme Silberhütte beschlossen.
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