Wissenschaftlicher Beirat zollt Geschichtspark Bärnau Hochachtung - Wird hohen Ansprüchen ...
Einzigartige Einrichtung in Bayern

Die neuesten Planungen im Geschichtspark stellten Stefan Wolter (Zweiter von rechts) und Dr. Benjamin Zeitler (Dritter von rechts) dem wissenschaftlichen Beirat vor. Bild: hfz
Lokales
Bärnau
26.04.2013
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Zweimal im Jahr muss sich der Geschichtspark der Kontrolle des Wissenschaftlichen Beirats unterziehen. Nach der Winterpause war es wieder soweit und das Projektleiterteam stellte den Vertretern der Universitäten und Fachstellen die aktuelle Situation vor.

So berichtete der wissenschaftlicher Leiter Stefan Wolters von den Bautätigkeiten der letzten sechs Monate. Während im Eventbereich die Scheune als Lagerhalle fertig wurde und der Unterstand neben den Kiosk ein Dach bekommen hat, kann man im Museumsgelände vor allem die hochmittelalterliche Kirche als neues dominantes Gebäude besichtigen.

Außerdem wurden noch das Gelände für die geplanten Bauten vorbereitet und ein Schweinepferch errichtet. In diesem Jahr sollen schließlich noch sieben weitere Gebäude entstehen, die vor allem im Hochmittelalterbereich eine frühstädtische Siedlung sichtbar machen. Als weiteres Großprojekt steht laut Wolters gerade die Konzeption der Dauerausstellung im Obergeschoss des modernen Funktionstraktes im Fokus. Sie soll in Ergänzung zum Freigelände theoretische Erläuterungen zu den Themen Haus- und Handwerk, Jagd und Landwirtschaft, Burgenbau und Rittertum und Reisekultur im Mittelalter anbieten. Ab Ende Mai wird sie einem umfassenden Blick aufs Mittelalter ermöglichen.
Dr. Benjamin Zeitler berichtete von den Fortschritten des tschechischen Partnerprojekts. So wurden mittlerweile schon über 19 sogenannte "Meilensteine der Zeit" gesetzt. Diese stellen berühmte Persönlichkeiten dar, die auf der "Goldenen Straße" gereist sind. Außerdem werden gerade archäologische Grabungen von der Universität Pilsen durchgeführt. Zeitler berichtete weiter von den Veranstaltungen und der Öffentlichkeitsarbeit im Geschichtspark.

Nach der inhaltlichen Diskussion der Ergebnisse einigte man sich noch darauf, im Herbst eine wissenschaftliche Tagung zum Thema "Archäologie in Museen" in Bärnau zu veranstalten und somit auch die Erweiterung des Geschichtsparks als Wissenschafts- und Forschungseinrichtung zu unterstreichen.

Der Fortschritt in allen Belangen und die Einhaltung des hochambitionierten Konzepts riefen abermals bei den Beiratsmitgliedern Hochachtung und breite Zustimmung hervor. "Der Geschichtspark beweist in jeder Sitzung mehr, dass er eine einzigartige Einrichtung in Bayern ist und den selbstgesteckten hohen Ansprüchen beständig gerecht wird", so der Direktor der nichtstaatlichen Museen in Bayern, Dr. Michael Henker. Der Geschichtspark sei deshalb ein hervorragender Beweis, dass sich Kultur und nichtstaatliche Einrichtung und Wissenschaft und Tourismus jeweils nicht widersprechen, sondern vielmehr ergänzen würden.
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