Gemeinsam die Sache abarbeiten

Politik
Bärnau
15.12.2016
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Das Thema "Dienstaufsichtsbeschwerde" oder offene Fragen waren nicht die besten Voraussetzungen für eine harmonische Stadtratssitzung. Am Ende gab es in den Weihnachtsansprachen dennoch versöhnliche Töne.

Dabei gestaltete sich der Auftakt des Treffen durchaus schwierig. So warf CFWG-Rat Rudolf Schmid dem Bürgermeister vor, dass er bis heute seinen Fragenkatalog nicht abgearbeitet hat. Alfred Stier wollte dazu das Protokoll bemühen, ob denn die Fragen überhaupt schon gestellt wurden. Dazu konnte die Niederschrift aber nichts beitragen. Die Antwort auf Schmidt Fragen ließ Stier unbeantwortet. Einmal mehr beschäftige den Stadtrat der Beschluss zur Hallenbadsanierung. Nach Auffassung von Bürgermeister Alfred Stier sei dieser Beschluss aber nicht umsetzbar. Was einen heftigen Wortwechsel zwischen Hubert Häring (CFWG) und Bürgermeister Alfred Stier zur Folge hatte. Dabei betonte Alfred Stier: "Auch ein Bürgermeister hat eine Würde."

Dank an Helfer

Dennoch zeigte sich das Stadtoberhaupt am Schluss der öffentlichen Stadtratssitzung versöhnlich. Symbolisch die Hand reichend wandte sich Stier an Häring: "Arbeiten wir die Sache gemeinsam ab. Sprechen wir gemeinsam bei der Rechtsaufsicht vor." Die Sanierung des Hallenbades jedoch könne er auch weiterhin nicht empfehlen. Bedenken äußerte der Stadtrat zum vorliegenden Entwurf der Teilfortschreibung des Regionalplans in Sachen Windkraft. Ablehnend steht man dem Vorranggebiet "Südwestlich Grün" gegenüber. Als Grund wurde die Beeinträchtigung des Tourismus durch das veränderte Landschaftsbild genannt. Keine Bedenken äußerten die Stadträte gegen das im Regionalplan enthaltene Vorranggebiet "Östlich Ellenfeld". Am Ende der Sitzung verabschiedeten sich die Fraktionssprecher mit versöhnlichen Worten in den "Weihnachtsurlaub". Das Jahr sei geprägt gewesen von wichtigen und wegweisenden Entscheidungen, betonte Christoph Weigl (CSU). Dabei wandte sich der Redner an die ehrenamtlichen Helfer und dankte für die Unterstützung in der Flüchtlingsfrage vor Ort. Bärnau sei eine lebenswerte Stadt, für die es sich lohne zu arbeiten, unterstrich Alfred Wolf für die Junge Wählergemeinschaft. "Der Bürger misst uns an Taten, nicht an markigen Sprüchen", fügte Wolf ergänzend hinzu.

Dem schloss sich Hubert Häring (CFWG) an. Als wichtigen Schritt nannte er auch den Ausbau der Breitbandversorgung. Wie sein Vorredner würdigte auch Häring die Arbeit der Ehrenamtlichen. Man müsse lernen mit unterschiedlichen Meinungen umzugehen, räumte Gottfried Beer (SPD) ein. "Zusammenführen, nicht spalten ist die Aufgabe der Stadträte", so Beer. Persönliche Interessen hätten im Stadtrat keinen Platz.

Zusammenführen, nicht spalten ist die Aufgabe der Stadträte.Gottfried Beer (SPD)
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