12.02.2017 - 20:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Immer mehr Touristen kommen nach Bärnau Mit der Geschichte punkten

Wer über das raue Klima am Grenzkamm die Nase rümpft, sollte mal die Gäste fragen. Immer mehr Touristen gefällt es hier.

Viele Besucher zieht immer wieder das Marktspectakulum an. Nächster Termin ist erst 2018. Archivbild: kro
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Doch wird es eben nicht nur am Wetter liegen, dass die Tourist-Info der Stadt Bärnau deutliche Zunahmen verzeichnen kann. Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag stellten Stefan Wolters und Marion Rösch die Bilanz für 2016 vor, nachdem dem Verein Via Carolina diese Aufgabe übertragen worden ist.

Vorab ging Wolters auf die Leistungen der Tourist-Info ein und stellte dabei die langen Öffnungszeiten heraus. Nachdem die Einrichtung jetzt am Geschichtspark mit betrieben wird, hätte Bärnau die Tourist-Info mit den längsten Öffnungszeiten im Landkreis: Im Winter unter der Woche von 10 bis 17 Uhr und ab März täglich von 10 bis 18 Uhr (außer Montag, 10 bis 17 Uhr). Bei den Angeboten erwähnte Wolters unter anderem die zweisprachige Homepage, die Werbung auf Messen in Deutschland und Tschechien oder die monatliche Information für die Gastgeber. Bei der touristischen Vermarktung setzte Wolters verstärkt auf die Busreisen. Dabei werde vor allem mit dem Knopfmuseum und dem Geschichtspark geworben. Ausgebaut werden soll laut Wolters die Marke "Goldene Straße". Hier will die Tourist- Info enger mit den weiteren Gemeinden zusammenarbeiten.

Marion Rösch durfte den Stadträten dann die Zahlen des vergangenen Jahres vorstellen. Bei den Übernachtungszahlen wurde eine Zunahme von 17 262 auf 17 957 notiert, die Gästeankünfte stiegen von 5242 auf 5711. Aufgenommen werden die Besucher von insgesamt 28 Betrieben, die 276 Betten vorweisen können. Somit ergeben sich eine Auslastung 18 Prozent und eine durchschnittliche Verweildauer von drei Tagen. Bürgermeister Alfred Stier erstaunten im Monatsvergleich zu 2015 ungewöhnliche Schwankungen. Veranstaltungen, wie etwa das Marktspectaculum, könnten sich hier auswirken, konnten die Vertreter der Tourist-Info nur vermuten. Aus rechtlichen Gründen dürften auch verschiedene Anbieter, wieder etwa das Jugendgästehaus in Altglashütte, nicht herausgerechnet werden. Ganz zufrieden war der Bürgermeister mit dieser Auskunft nicht. "Die Nachfrage hat nichts mit Kritik zu tun, sondern zeigt nur mein Interesse", wollte Stier beruhigen.

Breitband für Ahornberg

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte der Stadtrat auch die Weichen für einen Breitband-Ausbau in Ahornberg sowie in verschiedenen "weißen Flecken". Bei der Bürgerversammlung in Bärnau hatten die Ahornberger eine Unterschriftenliste übergeben. Auf Nachfrage wurde der Stadt mitgeteilt, dass für Bärnau noch eine Restfördersumme von 297 000 Euro zur Verfügung steht. Einstimmig hat der Stadtrat jetzt die Verwaltung beauftragt, die notwendigen Schritte einzuleiten, um Ahornberg und die "weißen Flecken" mit Breitband zu versorgen.

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