12.06.2017 - 20:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Stadt Bärnau unterstützt ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen Zuschuss in einem Rutsch

Eine "Uni Bärnau" wird es wohl nicht geben. Aber auch der Außenstandort freut die Stadtoberen. Der bewilligte Zuschuss von 150 000 Euro wird nicht in Raten, sondern in einem Betrag ausbezahlt.

von Werner Schirmer Kontakt Profil

In der Oktober-Sitzung des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat schon beschlossen, zur Stärkung der Eigenmittel für das Projekt "ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen" am Geschichtspark Bärnau-Tachov 150 000 Euro Förderung auf drei Jahre verteilt bereitzustellen. Doch sind die Investitionen in dieses Projekt schneller vorangeschritten, was auch die Verwendungsnachweise belegen. Um Zinskosten für die Vorfinanzierung zu vermeiden, hat der Verein Via Carolina deshalb beantragt, die Förderung auf einmal auszuzahlen. Dagegen hatte der Stadtrat nichts einzuwenden. "Es ist gut, dass wir die Verwendungsnachweise bekommen haben", unterstützte auch Hubert Häring (Christliche Freie Wählergemeinschaft) den Antrag.

Verbotsschilder

Einen Meinungswandel vollzog Bürgermeister Alfred Stier beim Antrag der Jagdgenossenschaft, die insgesamt 14 Schilder "Durchfahrt verboten" aufstellen will. Jagdpächter Michael Schwägerl schilderte bei der Sitzung die Probleme durch die Fahrzeuge, etwa Motocross-Maschinen. Und ohne Schilder hätten die Pächter keine rechtliche Handhabe. Alfred Stier hatte zunächst Sorgen, dass damit ein Präzedenzfall geschaffen werde, der weitere Anträge nach sich ziehen kann. Doch die Störungen durch die Auto- und Motorradfahrer könnten dazu führen, dass sich keine Pächter mehr finden, befürchtete der Bürgermeister - und änderte seine Meinung. "Wir müssen das machen, um den Verkehr rauszubekommen", unterstützte auch Hubert Häring das Vorhaben. Am Ende gab es eine breite Zustimmung. Jedes Schild kostet rund 40 Euro, die Aufstellung erfolgt durch die Jagdpächter.

Nach der eindeutigen Aussage bei der Bürgerversammlung folgt jetzt der offizielle Schritt: Die Dorfgemeinschaft hat bei der Stadt den Abriss des alten Schulhauses in Schwarzenbach beantragt. Das Gebäude steht aktuell leer und bräuchte vor einer erneuten Nutzung eine teure Generalsanierung. Anstelle des Gebäudes will die Gemeinschaft einen zentralen Dorfplatz gestalten. "Rückenwind" erhält das Vorhaben auch durch die Förderoffensive Nord-Ost-Bayern, die den Abbruch mit voraussichtlich 90 Prozent bezuschusst. Ortssprecher und 2. Bürgermeister Michael Schedl nannte es angesichts der Förderung fast schon fahrlässig, würde diese Chance nicht ergriffen. Einstimmung unterstützte der Stadtrat das Vorhaben. Die Verwaltung soll jetzt die notwendigen Anträge und Schritte einleiten.

Rücklage steigt

Mit Blick auf die Jahresrechnung für 2016 konnte Alfred Stier ein erfreuliches Ergebnis vorlegen. So gab es zum Jahresende einen Überschuss von rund 600 00 Euro. Zusammen mit der Straßenentschädigung steigt die Rücklage von 1,14 auf 2,26 Millionen Euro.

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