14.03.2018 - 20:10 Uhr
Bärnau

Stellungnahme von Landrat Wolfgang Lippert zu Vorwürfen in Stadtratssitzung "Behauptung so nicht haltbar"

Bärnau/Tirschenreuth. Nicht unwidersprochen stehen lassen möchte Landrat Wolfgang Lippert den Bericht über die jüngste Sitzung des Stadtrats Bärnau. In dem Artikel ("Kein Gesprächstermin im Amt" vom 12. März) behauptet der Geschäftsführer der Firma Cassandra, Erhard Schrems, Lippert hätte sich einem Gespräch mit ihm verweigert. "Diese Behauptung ist so nicht haltbar", heißt es in einer Stellungnahme des Landrats.

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"In der Bausache Schrems hat es seit dem Jahr 2015 zahlreiche Gespräche mit dem Bauamt des Landratsamtes und der Stadt Bärnau sowie einen Ortstermin gegeben. Es wurden alle nur denkbaren Alternativen ausführlich erörtert." Nachdem in der Bausache kein Fortschritt zu erzielen gewesen sei, habe der Landrat die Antragsteller, Bürgermeister Alfred Stier, Regierungsdirektor Meyer, Herrn Hofmann und Kreisbaumeister Weig am 6. April 2017 zu einem gemeinsamen Besprechungstermin eingeladen. "Es wurde der Familie Schrems umfassend erläutert, dass aus bauplanungsrechtlichen Gründen eine Erweiterung des Bebauungsplans ,Am Pfarrgarten' nicht möglich ist, nur um auf diese Weise Baurecht für ein einzelnes Wohnhaus zu schaffen", teilt Lippert mit.

Weiterhin seien mehrere Vorschläge unterbreitet worden, auf welchen Grundstücken und auf welche Weise das gewünschte Wohnhaus errichtet werden könnte. "Zum Beispiel stehen im Baugebiet ,Am Pfarrgarten' 5 sofort bebaubare Grundstücke zur Verfügung, von denen sich 4 im Eigentum der Stadt Bärnau befinden. Direkt gegenüber des Betriebs Schrems befindet sich das Baugebiet ,Am Hammerweg' das noch unbebaut ist, aber ebenfalls sofort bebaubar wäre." Es sei auch diskutiert worden, in welchem Rahmen eine angebaute Betriebsleiterwohnung denkbar wäre. "Letztlich ist die Familie Schrems auf keinen dieser Vorschläge eingegangen und hat die eingereichte Bauvoranfrage wieder zurückgezogen", berichtet Lippert weiter. Das Problem bestehe offensichtlich darin, dass die Familie Schrems - entgegen geltendem Baurecht - einen bestimmten Standort mit allen Mitteln durchsetzen wolle.

"Das Landratsamt und meine Person verweigern grundsätzlich keine Gesprächstermine", stellt der Landrat unmissverständlich fest. "Allerdings ergeben Gespräche wenig Sinn, wenn nur längst bekannte Argumente ständig wiederholt werden."

Der Landrat, so heißt es abschließend, würde sich freuen, wenn sich die Familie Schrems mit einem der diskutierten Vorschläge anfreunden könnte.

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