11.07.2017 - 20:00 Uhr
BärnauOberpfalz

230. Bergfest „Ehe von Mann und Frau ist ein unverwechselbares Gut“ - Weihbischof Dr. Josef Graf sprach klare Worte – 230. Bergfest und 265. Wallfahrt zum „Gegeißelten Heiland“

"Die Ehe von Mann und Frau ist ein unverwechselbares Gut", sprach Weihbischof Dr. Josef Graf bei der Wallfahrt zur Steinbergkirche klare Worte.

Weihbischof Dr. Josef Graf (2. von rechts) war der Hauptzelebrant beim 230. Bergfest. Links neben ihm Pfarrer Johann Hofmann.
von Konrad RosnerProfil

In der Predigt anlässlich des 230. Bergfestes und der 265. Wallfahrt zum "Gegeißelten Heiland" an der Steinbergkirche bezog Dr. Josef Graf deutlich Position zum Gesetz "Ehe für alle", das seiner Meinung nach blitzartig, ja handstreichartig durchgewunken wurde. Die katholische Kirche gelte jetzt wieder als ein Baustein für die Rückständigkeit, weil sie an der Ehe von Mann und Frau festhalte. Doch dies sei ein unverwechselbares Gut, eine Grundlage für das Christentum. Homosexuelle, so der Weihbischof, seien für die Ehe nicht geeignet. Dr. Graf weiter: "Unsere Kirche hält an der Schöpfungsordnung fest, auch wenn wir als ewig gestrig abgehandelt werden." Die Kirche stehe weiterhin an der Seite des gegeißelten Heiland, auch wenn sie dafür gegeißelt und in vielen Talkshows beleidigt werde. Der Appell des Weihbischofs lautete: "Letztlich geht es um das ewige Leben. Halten sie weiterhin am Glauben fest, halten sie an der Kirche fest, halten sie dem Glauben die Treue". In seinen weiteren Ausführungen ging der Weihbischof auf die Geschichte dieses beachtenswerte Jubiläum ein. Seit 1752 werde die Wallfahrt zum "Gegeißelten Heiland" durchgeführt. Früher führte die Wallfahrt ins böhmische Tachau, doch die dortige Kirche sei seit langem nur noch eine Ruine. Graf zollte den Bärnauer Vorfahren Dank, dass sie diese Wallfahrt "gerettet" haben.

In der Steinbergkirche seien am Deckengemälde die 14 Nothelfer abgebildet. Dazu der Bischof: "Die Nothelfer und der gegeißelte Heiland passen zusammen". Er warf die Frage auf, wie viele Gläubige wohl schon hierher mit ihren Anliegen und Sorgen gekommen seien. Gerade die Deutschen müssten dankbar sein, dass sie nun schon über 70 Jahre in Frieden leben können und einen beachtlichen Wohlstand aufgebaut haben. Ganz anders sehe es in vielen Gebieten aus, wo Kriege und Hungersnöte herrschten. Deshalb nehme er das Anliegen des Friedens mit in diese Messe. Doch die Menschen sein nicht nur von Kriegen bedroht, viele haben schlimme Krankheiten oder Schicksalsschläge erfahren und sind an die Grenze ihrer Möglichkeiten gestoßen. Für alle jene sei der gegeißelte Heiland ein Trostbild. Den Christus leide mit uns, er habe für uns gelitten und sei für uns am Kreuz gestorben. Jesus helfe uns bei Kreuztragen. Aber dennoch müsse jeder sein Kreuz im eigenen Leben auf sich nehmen und zu Christus gehen, "wie immer das konkret aussehen mag", so der Weihbischof.

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