18.09.2017 - 19:12 Uhr
BärnauOberpfalz

Erstes genzüberschreitendes Kulturfestival Fest ohne Grenzen

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für das 1. bayerisch-tschechische Kulturfestival. Vom Masskrugschieben bis zur Livemusik ist eine Menge geboten. Nur der Besuch kann da nicht mithalten.

Mit bayerischem Zoigl und tschechischem Pils wurde auf das 1. bayerisch-tschechische Kulturfesival angestoßen.
von Ulla Britta BaumerProfil

Die Veranstalter hatten sich viel Mühe bei der Auswahl des Programms gegeben. Bei den Musikbeiträgen wechselten sich Bands aus Bayern und Tschechien ab. Lange Gesichter gab es, weil am frühen Nachmittag trotz des eigentlich recht guten Wetters für ein Open-Air-Festival nur rund 200 Interessierte zum Vorhof des Geschichtsparks Bärnau-Tachov kamen. Musikgruppen wie die Jugendblaskapelle der Kunstschule in Tachov oder die Jump-Bluesband "St. Johnny" hätten gut dreimal so viele Zuhörer verdient.

Zuschuss von EU

Später dann wurde "St. Johnny" mit dem grandiosen Blues-Frontsänger Jan Stelik von der Tachover Countryband "Vabivod" abgelöst, während das Schlusslicht "Grand Is Back" aus Vohenstrauß mit alternativen Rock aufwartete.

Gut, dass Hauptorganisator Alfred Wolf vom Verein Via Carolina wenigstens ein finanzielles Polster hinter sich hatte. Da grenzüberschreitend, wurde die schöne Veranstaltung im Rahmen der Dispositionsfonds von der Europäischen Union gestützt.

Nicht nur die Musik konnte sich "sehen" lassen. Der Vorplatz des Geschichtsparks war attraktiv gestaltet worden. Ein paar Kunsthandwerker zeigten ihr Können, Kinder durften sich an Tachover Marktständen mit netten Kinderspielen vergnügen, und das süffige tschechische Bier vertrug sich hervorragend mit dem bayerischen Zoigl. Das mundete auch den Ehrengästen, unter denen MdL Annette Karl, der tschechischer Senator Miroslav Nenutil, Rainer Christoph, Vorsitzender des Vereins Goldene Straße, Frantisek Curka, Präsident Euregio Egrensi und Matous Horácek als Vertreter des Partnervereins První Pesí aus Tachov waren,

Václav Vrbík und Alfred Wolf als Moderatoren und Vertreter vom Hauptveranstalter, dem Verein Via Carolina, begrüßten die Besucher sowie die Ehrengäste herzlich und luden diese gleich zur ersten "Disziplin Masskrugschieben" ein. Viel Spaß machte auch das Strohballenrollen, unter anderem zeichnete sich das Team der Brauerei Codovar aus Tachov um Brauereichef Jirí Plevka bei dieser Gaudi aus.

Leckeres Grenzland

Wie beim vorherigen Familien- und Kinderfest waren wieder auffällig viele tschechische Gäste zu sehen. Dafür gibt es einen guten Grund: Das Kulturfestival ist schon seit vielen Jahren in Tachov Tradition. Zum ersten Mal nun haben die Tachover am Sonntag ihr gewohntes Fest bis nach Bärnau ausgedehnt. Sehen lassen konnte sich auch das kulinarischen Angebot. Schmankerln wie Bierschmorbraten, Kesselgulasch, über dem Feuer gebratene Knacker, Schwammerbrühe, Schmierkuchen und mehr, runtergespült mit einem Sliwowitz oder einem Becherovka, fanden dankbare Abnehmer.

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