27.02.2017 - 20:10 Uhr
BärnauOberpfalz

Kleiner aber feiner Faschingsumzug in Hermannsreuth Tipp zur Tonne

Der Wasserpreis steigt, im Hallenbad herrscht weiter Ebbe: Beim kleinen Faschingsumzug am Grenzkamm hat es an großen Themen nicht gefehlt.

von Autor BIRProfil

Hermannsreuth. Helau! Die Narren sind los. Bereits zum 4. Mal auch beim Faschingsumzug in der kleinen Ortschaft Hermannsreuth. Bei herrlichem Sonnenschein waren die Gruppen und Wagen der Ortsgemeinde am Rosenmontag unterwegs. Mit dabei war am Montag auch ein Kinderprinzenpaar: Emma I. und Moritz I. Auch beim 4. Gaudiwurm gab es einen satirischen Streifzug vor allem durch das lokale politische Geschehen in der Gemeinde. Vor allem der immens gestiegene Wasserpreis erhitzte die Gemüter: "Die Stadt setzt die Gebühren so hoch an, dass man sich nicht mehr (so oft) waschen kann. Bürsten statt waschen sind die neuen Zeiten", hieß es unter anderem. "Das Wasser gibt dem Ochsen Kraft, uns Bärnauer nur mehr der Gerstensaft", lautete ein Faschings-Fazit. Auch das leidige Thema Hallenbad fand noch keine Lösung: "Das Hallenbad ist endlich leer, Kinderschwimmen braucht man nicht mehr. Schwimmen lernen ist eh zu schwer, ihr fahrt doch alle nicht mehr ans Meer." Ebenso waren Windkraft und Biotonne interessante Themen: "Im Grenzgebiet hat's die Sonne schwer, drum müssen nochmals Windräder her. Der Wind, der weht ja Tag und Nacht, egal ob es scheppert und kracht. Windrad hin und her, so mancher tut sich damit schwer. Erst eins, dann zwei, dann drei und vier, jetzt stehen schon sechs vor der Tür." "Biotonne - o Graus, im Winter will das Zeug nicht raus. Im Sommer dann, den Gestank kein Mensch ertragen kann. Damit die Hermannsreuther Tonne nicht bibbert, stellen wir sie ins Landratsamt zum Lippert." Nach dem Faschingszug ging das "kostümierte Treffen" im Gasthaus Wettinger weiter, wo Hermann Fischer aus Gründlbach mit einer Büttenrede das kommunalpolitische Geschehen noch einmal "erörterte" und aufs Korn nahm.

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