KSRK Hohenthan fehlen immer noch Posten für die Ehrenwache
Lücken im Ehrenzug

Die neue Vorstandschaft der KSRK Hohenthan mit geehrten Mitgliedern (von links): 1. Vorsitzender Siegfried Walter, stellv. Kreisvorsitzender vom VdRBw Wolfgang Nurtsch, Schriftführer Erich Engelmann, Beisitzer Bernhard Sertl, 2. Vorsitzender Jürgen Fischer, Gerhard Hecht (40 Jahre Mitglied), Beisitzer Albert Hecht, Beisitzer Heinrich Franz, Norbert Hübner (30 Jahre Mitglied), Kassier Herbert Seer, Reservistensprecher Engelbert Träger und BKV-Kreisvorsitzender Anton Hauptmann. Bild: bir
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Bärnau
22.03.2017
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Die abgeschaffte Wehrpflicht trifft auch die Kameradschaften. Dort fehlt es mitunter an "Personal" für die Heldenehrung.

Hohenthan. Neuwahlen und die Ehrung langjähriger Mitglieder standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft der Pfarrei Hohenthan im Gasthof Reuschl. 1.Vorsitzender Siegfried Walter blickte in seinem Tätigkeitsbericht auf das vergangene Jahr zurück. "Heute am 19. März", so Siegfried Walter, "können wir zugleich Geburtstag feiern. Und zwar die Wiedergründung des Kriegervereins Hohenthan im Jahre 1958."

Der aktuelle Mitgliederstand der KSRK der Pfarrei Hohenthan betrage 68 Personen, davon 10 Reservisten und 58 passive Mitglieder. Leider gelinge es nicht neue Mitglieder aufzunehmen. Doch sei man zuversichtlich, die aktive Mitarbeit in Zukunft steigern zu können. Walter: "Trotzdem haben wir alle unsere Aufgaben mit Bravour getätigt."

Fahnenträger fehlen

Die Kameradschaft, so Walter, leistete wieder ihren kulturellen und gesellschaftlichen Beitrag. Abordnungen beteiligten sich an zahlreichen Feierlichkeiten, kirchlichen Veranstaltungen und Festtagen, wie etwa dem Patrozinium der Pfarrei. Er dankte auch allen Sammlern für die Kriegsgräberfürsorge, bei der wiederum ein stolzes Ergebnis zustande kam. Leider habe sich das Personalproblem zur Heldenehrung noch nicht gelöst. Nicht alle notwendigen Posten, dazu gehören Fahnenträger mit Begleitung und Fackelträger am Ehrenmal, sowie der Böllerschütze und Teilnehmer am Ehrenzug konnten besetzt werden. In seinem Bericht erinnerte Walter auch an die Arbeitseinsätze zur Pflege des Kriegerdenkmals. Gerade im Herbst seien mehrere Einsätze zur Entfernung des anfallenden Laubs notwendig. Walter dankte hier vor allem dem Heimatverein und den Familien Meindl, die zusammen für die Blumenbepflanzung sorgen.

Den Dank der Stadt für die Arbeit der KSRK überbrachte Stadtrat Engelbert Träger. In seiner Eigenschaft als Reservistensprecher der Kameradschaft bedauerte er, dass wiederum nicht alle notwendigen Posten bei der Ehrenwache zum Volkstrauertag belegt werden konnten. Dadurch, dass die Wehrpflicht weggefallen sei, werde es zusehends schwerer bestimmte Aufgaben der Reservisten personalmäßig durchzuführen und aufrecht zu erhalten. BKV-Kreisvorsitzender Anton Hauptmann stellte die lange Friedenszeit in Deutschland heraus, wusste aber, dass im Zeitalter der Globalisierung kriegerische Auseinandersetzungen auch uns immer mehr berühren würden. "Täglich werden kriegerische Auseinandersetzungen vor unserer Haustüre geführt", so Hauptmann und mittlerweile würden auch deutsche Soldaten wieder in den Krieg ziehen.

Werte bewahren

Es gelte vor allem auch, die ideellen Werte vergangener Soldatentradition zu bewahren und sich zur Geschichte zu bekennen. "Werte, die auch der heutigen Generation zu Gute kommen." Als einen Akt der Wertschätzung für die Mitarbeit und Treue zum Verein, bezeichnete Vorsitzender Walter, die anschließenden Ehrungen. Auszeichnungen erhielten für 10 Jahre Michael Zeitler, für 15 Jahre Tobias Schedl, Thomas Wettinger, Christian Zeitler, für 30 Jahre Norbert Falk, Norbert Hübner, Richard Meierl, Albert Schrems, Christian Schwamberger sowie für 40 Jahre Gerhard Hecht, Michael Heldwein, Hans Heinig und Rudolf Luft. Das Ergebnis der Neuwahl lautete: 1. Vorsitzender Siegfried Walter, 2. Vorsitzender Jürgen Fischer, Schriftführer Erich Engelmann, Kassier Herbert Seer, Reservistensprecher Engelbert Träger, Kassenprüfer Josef Frank, Robert Birkner, Beisitzer Bernhard Sertl, Markus Helm, Heinrich Franz und Albert Hecht.
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