07.01.2018 - 20:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Maibaum sorgt für Schmunzler

Wenn es ihn nicht schon gäbe, dann müsste man ihn wohl gründen. Die Rede ist vom Heimatverein Hohenthan. Denn ohne ihn würde der Ort wohl etwas anders aussehen.

von Autor BIRProfil

Bärnau/Hohenthan. Seit seiner Gründung im Jahre 1957 befasst sich der Heimatverein Hohenthan, der aus einem Knabenchor hervorging, mit der Förderung und der Pflege des Heimatgedankens, dem Schutz der Umwelt und der Pflege der Landschaft. Vorsitzender Klaus Meindl betonte in der Jahreshauptversammlung, dass der Heimatverein damit eine feste Größe im Dorfleben sei und sich seit 60 Jahren für die Verschönerung des Ortes einsetze. In seinem Rückblick auf das Jahr 2017 betonte Meindl, dass vor allem wieder die Pflege von Bräuchen Vorrang hatte, darunter das mit viel Arbeit verbundene Aufstellen des Maibaumes, bei dem auch viele Jugendlichen mithelfen.

"Unser Maibaum war dieses Jahr ein besonderer Maibaum. Er war so hoch, dass man die Spitze nicht mehr sehen konnte." Mit diesen Worten spielte Meindl darauf an, dass beim Aufstellen die Spitze abgebrochen war und mit Hilfe der Feuerwehr Tirschenreuth von der Drehleiter aus abgeschnitten werden musste. Zum ersten Mal in der Geschichte des Heimatvereins hatte es einen Maibaum ohne grüne Spitze in Hohenthan gegeben. Aber die Verantwortlichen nahmen dies mit viel Humor.

Das alljährliche Anpflanzen der Blumentröge im Mai hätten wie jedes Jahr die Frauen des Dorfes erledigt, lobte der Sprecher. Das traditionelle Backofenfest im Pfarrhof und Pfarrstadel sei wiederum hervorragend besucht worden. Außerdem beteiligte sich der Verein am Ferienprogramm der Stadt Bärnau mit dem Bau von Futterhäusern für Vögel. Im September wurde dann das "Herrschmann-Kreuz" auf dem Friedhof aufgestellt. Hier dankte Meindl Hans Birkner für den Granitstein und Willibald Helm für die Erneuerung der Befestigung.

Die Teilnahme an verschiedenen Festen, wie etwa am Festzug anlässlich des 80-jährigen Gründungsfestes der Blaskapelle Thanhausen und dem Priesterjubiläum von Pfarrer Johann Hofmann, rundete die Aktivitäten ab. Auch einige Geburtstagsbesuche standen auf dem Programm.

Beim Kreisentscheid 2016 "Unser Dorf soll schöner werden" erhielt die Ortschaft Hohenthan einen Sonderpreis in Höhe von 800 Euro, den die Stadt auf 1600 Euro verdoppelte. Im November folgte nun eine Pflanzaktion. Zwei große Linden im Baugebiet Pfarrgarten, eine Ulme am Urtlweg und eine kleinere Linde im Friedhof wurden neu gesetzt. Außerdem wies der Sprecher noch auf eine Herbstwanderung nach Liebenstein und das Christbaumaufstellen am Dorfplatz hin. Zum Schluss seines Berichts bedankte sich Meindl bei Wanderwart Gerhard Seer, der sich das ganze Jahr um die Wanderwege, die Brunnen und die Bänke kümmert, und bei allen Helfern und Unterstützern. Zweiter Bürgermeister Michael Schedl lobte die geleistete Arbeit.

Kassier Reinhard Höcht beleuchtete die Finanzen. Die Prüfer bescheinigten einwandfreie Kassenführung. Einstimmig entlasteten die Mitglieder den Vorstand. Bei den Neuwahlen erhielt wieder Klaus Meindl als Vorsitzender das Vertrauen. Ihm zur Seite stehen als stellvertretender Vorsitzender Adalbert Heldwein, als Schriftführer Werner Weidl und als Kassier Reinhard Höcht.

Beisitzer sind Marco Frank, Peter Weidl, Thomas Beimler und Patrik Mauerer, Organisationswarte Christian Walter, Martin Walter, Johann Lang. Wanderwart ist weiter Gerhard Seer, die Kasse prüfen Stefan Meindl und Carsten Gleissner-Lieske. Langjährige Vereinsmitgliedern wurden für ihre Treue zum Verein ausgezeichnet (Bericht folgt).

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