22.05.2018 - 20:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Mit Pfeil und Bogen experimentiert Leberkässemmel für drei Treffer

Bogenschießen ist viel schwieriger als gedacht: Schüler und Lehrer versuchen sich als Schützen

Aufstellung nehmen und das Ziel anvisieren - die Schüler versuchen sich mit Pfeil und Bogen. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Bärnau/Sulzbach-Rosenberg. Beim Besuch des Geschichtsparks Bärnau gehörte zu unserem Programm als praktischer Teil das Bogenschießen. Es ist eine der ältesten Jagdformen der Menschheit. Archäologische Funde beweisen, dass schon in der Steinzeit Pfeil und Bogen als Jagdwaffe zum Einsatz kamen.

Unsere Übungsleiterin Julia erklärte uns, dass der Bogen bevorzugt aus dem Holz der den Kriegs- und Todesgöttern heiligen Eibe geschnitzt wurde, doch es kam auch Ulmen- und Eschenholz zum Einsatz.

Einfach herzustellen

Der Pfeil bestand aus einem Holzstab mit einer Spitze aus Stein, Knochen oder später im Mittelalter aus Eisen. Im Vergleich seiner Wirkung zur Einfachheit der Herstellung ist der Bogen eine sehr vorteilhafte Waffe. Seine Mechanik liegt in einem biegsamen Stab aus Holz oder Horn, dessen äußerste Enden mit einer Schnur, der "Sehne" verbunden sind. Diese ist angespannt und nutzt die Schnellkraft des Bogens, um damit einen leichten Pfeil auf 200, ja selbst 250 Schritte mit großer Treffsicherheit abzuschnellen. Somit waren die Pfeile vielfältig verwendbar - als Kriegspfeile, als Jagdpfeile, als Übungspfeile und auch als Brandpfeile, die bei kriegerischen Auseinandersetzungen ganze Burganlagen, Dörfer und Städte vernichteten.

Durchspannen und los

Wir dachten, das ist ganz einfach. Julia vom Geschichtspark erklärte uns zuerst, wie man den Bogen richtig benutzt. Zunächst nimmt man den richtigen Stand ein: Die Füße, die Beine, die Hüfte, der Oberkörper und der Kopf werden richtig angeordnet. Anschließend wird der Bogenarm in die richtige Stellung gebracht und der Zugarm erfasst den Pfeil mit der richtigen Fingerpostion und spannt leicht vor. Nun muss man sich konzentrieren, sein Ziel erfassen, die Atmung kontrollieren und den Kontakt vom Pfeil zu den Fingern überprüfen. Dann muss man konzentriert sein Ziel anvisieren, durchspannen und schießen. Eine Analyse des Schusses ist unbedingt notwendig, um das nächste Mal mehr Erfolg zu haben.

Nachdem uns Julia dies auch praktisch gezeigt hatte, durften wir selbst zum Bogen greifen. Jeder durfte drei Pfeile nacheinander abschießen und dann wurde gewechselt. Doch das Treffen der Scheibe war schwieriger als gedacht. Da hatte Lucas eine Idee: "Wer dreimal in einer Runde mit seinen Pfeilen trifft, der bekommt meine Leberkässemmel." Zweimal haben einige es geschafft, doch leider nicht dreimal. Lucas durfte seine Semmel selber essen.

Auch unsere Lehrerin Frau Hartmann versuchte es, und sie hatte den weitesten Schuss - hinüber über den Erdhügel! So einfach ist also Bogenschießen nicht, das hatten wir gelernt, und es braucht viel Übung und Konzentration, aber es hat uns trotzdem sehr viel Spaß gemacht.

Die Klassen 5a und 6a der Mittelschule Krötensee in Sulzbach-Rosenberg

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