Neue Sonderausstellung im Knopfmuseum
Puppenstuben aus alten Zeiten

Die authentische Einrichtung und eine große Liebe zum Detail kennzeichnen die Puppenstuben und Kaufläden, die demnächst im Bärnauer Knopfmuseum zu bewundern sind. Bild: exb
Vermischtes
Bärnau
15.04.2018
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Womit Kinder gespielt haben, als es noch keine Barbies, Laptops oder Smartphones gegeben hat, ist demnächst in Bärnau zu sehen: Gezeigt werden Puppenstuben und Kaufläden aus der Sammlung von Landtagsvizepräsidentin Inge Aures und ihrer Schwester Liane Weber.

Bärnau/Kulmbach. Mit der Ausstellung "Die große Welt im Kleinen - Puppenstuben und Kaufläden aus vergangener Zeit" lädt das Deutsche Knopfmuseum vom 17. Mai bis zum 28. Oktober Freunde dieses historischen Spielzeugs ein, das längst nicht nur die Herzen der Kinder erwärmt. Über Jahrzehnte haben Inge Aures und Liane Weber mit viel Liebe zum Detail und dem Blick auf historische Authentizität eine imposante Sammlung zusammengetragen.

Wertvolle Exponate

Einst waren sie Spielzeug von Mädchen: Puppenstuben und Kaufläden, liebevoll mit detailgetreuen Möbeln und sonstigen Einrichtungsgegenständen ausgestattet, die geschickte Handwerker und Künstler geschaffen haben. Nicht viele dieser heute aus vielerlei Hinsicht wertvollen Exponate sind erhalten geblieben.

Landtagsvizepräsidentin Inge Aures aus Kulmbach und ihre in Presseck lebende Schwester Liane Weber haben sich seit vielen Jahren dem Erhalt dieses einzigartigen Spielzeugs verschrieben. Eine stolze Sammlung haben sie im Lauf der Zeit zusammengetragen, die sie immer wieder gerne auch der Öffentlichkeit zeigen. Kostbarkeiten nicht nur für kleine Hände: Ob es eine winzige, mit vielen einzelnen Teilen ausgestattete Apotheke ist, ein Metzgerladen, ein Kaufladen oder Puppenstuben mit einem ganz besonderen Flair.

Auf winzigen Tischchen liegen ebenso winzige Spitzendeckchen, im Regal stehen Miniaturtassen, zur Dekoration sitzt ein winziger Teddybär auf einem Stuhl. In diese kleine Welt kann man sich vertiefen, man kann in die eigene Vergangenheit reisen oder sich einfach an der Kunstfertigkeit erfreuen, die in jedem einzelnen Stück erkennbar ist.

"Wie Gulliver in Liliput"

"Man fühlt sich wie Gulliver im Lande Liliput", so der Leiter des Puppenmuseums, Udo Leidner aus Neustadt bei Coburg, als er sich die umfangreiche Sammlung betrachtet. Dabei lobte er nicht nur die Märchenwelt, in die sich die Betrachter entführt fühlen, sondern auch die historische Bedeutung der Puppenstuben als Zeugen einer vergangenen Epoche.

Dass die Exponate jeweils im Kleinen absolut der Zeit entsprechend eingerichtet sind, darauf legen Inge Aures und Liane Weber großen Wert. "Jedes Hörnchen, jede Schnecke muss im Bäckerladen an der richtigen Stelle liegen", erklärt Inge Aures und freut sich schon, wenn ihre winzigen Kleinode bald im Knopfmuseum Bärnau stehen und dort die Besucher auf eine eindrucksvolle Zeitreise einstimmen.
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