12.11.2017 - 20:00 Uhr
BärnauOberpfalz

Regierungspräsident aus Pilsen besucht Geschichtspark in Bärnau Bedeutender Lehr- und Lernort

Der Geschichtspark hat sich zum Vorzeigeprojekt gemausert. Jetzt konnte die Anlage auch den Regierungspräsidenten von Plzen begeistern.

von Autor AWOProfil

Eine hochrangige Delegation aus Pilsen überzeugte sich von der Qualität des Geschichtsparks Bärnau-Tachov vor Ort. Erstmals weilte der Regierungspräsident aus Pilsen, Hejtman Josef Bernard, mit seiner Stellvertreterin Ivana Bartosová, zuständig für den Bereich Bildung und Tourismus, im Landkreis Tirschenreuth. Für die Zukunft wurde bei diesem Treffen eine gemeinsame engere Kooperation angestoßen.

Begleitet wurden die beiden durch Vlastimil Volák, den Direktor des Techmania Science Centers, sowie den Pressesprecher des zoologischen und botanischen Gartens in Pilsen, Martin Vobruba, den Senator für die Landkreise Tachov und Cheb, Miroslav Nenutil, und den Bürgermeister von Tachov, Jirí Strucek. Mit MdL Tobias Reiß, stellvertretendem Landrat Dr. Alfred Scheidler, von der Regierung der Oberpfalz Susanne Knorr und Willi Perzl vom Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz war die bayerische Seite vertreten.

Dauerhafte Unterstützung

Stefan Wolters zeigte den Gästen auf, wie sich der Geschichtspark Bärnau-Tachov von einer gemeinsamen bayerisch-tschechischen Idee zum größten archäologischen mittelalterlichen Freilandmuseum in Deutschland entwickelt hat und mit dem ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen nun ein grenzüberschreitender, geschichtlicher und archäologischer Lehr- und Lernort unter Beteiligung der Universitäten Bamberg, Pilsen und Prag entsteht. Dabei etabliert sich der Standort Bärnau durch die zweisprachige Besetzung auch zu einer tatsächlichen bayerisch-tschechischen Einrichtung. Bei einem gemeinsamen Rundgang konnte Wolters den Besuchern wortreich einen Einblick in die Details der wissenschaftlichen Arbeit geben.

Hejtman Josef Bernard zeigte sich beeindruckt von der Einrichtung und signalisierte konkrete dauerhafte Unterstützung im Rahmen seiner Möglichkeiten. Vor allem im Bereich der touristischen Vermarktung und durch die Einbindung der Schulen könne von tschechischer Seite ein wichtiger Beitrag geleistet werden. Wichtig sei, die gemeinsame Region beidseits der Grenze mit allen Sehenswürdigkeiten miteinander zu vermarkten. Bernard, aus Plan bei Marienbad stammend, betonte, dass er die Grenze noch hautnah erlebt habe und glücklich sei, dass sich alles zum Guten gewendet habe, man lebe nun mitten in Europa.

Motte "to go"

Landtagsabgeordneter Tobias Reiß sah in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im ArchaeoCentrum einen wichtigen Beitrag für das Zusammenwachsen beider Länder. Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler erinnerte an die frühere Grenzsituation. Seit der Grenzöffnung haben sich die nachbarschaftlichen Beziehungen überaus positiv entwickelt. Vlastimil Volák, Direktor des "Techmania Science Centers", mit 250 000 Besuchern jährlich ein Besuchermagnet im Nachbarland, war beeindruckt von der Einrichtung in Bärnau und signalisierte Unterstützung. Mittels einer Motte "to go" soll in Pilsen auf den Geschichtspark Bärnau-Tachov aufmerksam gemacht werden.

Vorsitzender Alfred Wolf dankte den Besuchern für ihre Unterstützung. Er gab den Gästen auch einen Einblick in die Pilotinitiative HeimatUnternehmen, einem neuen Ansatz in der ländlichen Entwicklung. Als sehr erfreulich sah Wolf, dass die Fördergeber vor allem auch die grenzüberschreitende Entwicklung als wichtigen Faktor gesehen hätten. Ländliche Entwicklung mache nicht an der Grenze halt, weshalb die tschechische Mitarbeiterin Ida Petioká für das Projekt und die Netzwerksarbeit sehr bedeutsam sei.

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