Stadt Bärnau erhöht rückwirkend Kanal- und Wassergebühren
Gebühren steigen kräftig

(Foto: htl)
Vermischtes
Bärnau
13.12.2016
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Die Stadt Bärnau dreht rückwirkend an der Gebührenschraube. Einstimmig billigten die Stadträte eine Anpassung der Kanal- und der Wassergebühren zum 1. Januar dieses Jahres.

Damit habe man sich im Stadtrat schon vor längerer Zeit befasst, schilderte Bürgermeister Alfred Stier und erinnerte an den Stadtratsbeschluss vor einem Jahr, die Benutzungsgebühren neu festlegen zu wollen. Da jedoch während der Durchführung der vom Gredinger Beratungsbüro Schneider & Zajontz durchgeführten Kalkulation immer wieder Fragen auftauchten, habe man die endgültigen Zahlen erst jetzt bekommen, so Stier und verwies vorsorglich noch einmal auf das Kostendeckungsprinzip. Die gestiegenen Energiekosten, knapp kalkulierte Herstellungsbeiträge oder ein gestiegener Reparaturaufwand wurden als Gründe für die Gebührenanpassungen genannt. Kritik kam aus dem Gremium, dass dies zu einer deutlich höheren Belastung für die Familien führe. Trotz aller geäußerten Bedenken kam der Stadtrat nicht umhin den Änderungssatzungen zuzustimmen. Damit betragen die kostendeckenden Gebühren für "Überwasser" künftig 1,42 Euro (bislang 0,86 Euro) je Kubikmeter. Die Gesamtgebühren für die Kanalisation bezifferte Stier auf 4,10 Euro (bislang 3,19 Euro) je Kubikmeter.

"Die gleiche Diskussion, nur mit anderen Zahlen haben wir auch beim Wasser", leitete Stier auf den nächsten Tagesordnungspunkt über und verwies auf die gesunkenen Verkaufsmengen. Gestiegen seien dafür die Kosten für Energie. Zusätzlich werde die Stadtkasse regelmäßig auch mit den Belastungen für die Instandhaltung der Leitungen konfrontiert, fügte Sachbearbeiter Christian Grödl hinzu und verwies auch hier wieder auf das Kostendeckungsprinzip. Trotz hitzig geführter Debatten hatten auch hier die Stadträte keine andere Wahl, als der rückwirkend zum 1. Januar 2016 in Kraft tretenden Anpassung zuzustimmen. Für entnommenes Wasser (auch Bauwasser) werden die Bärnauer Bürger rückwirkend 1,90 Euro (bislang 1,06 Euro) je Kubikmeter hinlegen müssen.

Dorferneuerung

Was lange währt wird endlich gut, auch wenn gleich sechs Stadträte der Prioritätenliste in Sachen Thanhausener Dorferneuerung ihre Zustimmung verweigerten. Mit den restlichen Ja-Stimmen aber kommt nun weiter Bewegung in die Sache. Bürgermeister Stier legte das Ergebnis der bereits am 9. September von der Teilnehmergemeinschaft angeforderten Prioritätenliste zur Kenntnisnahme vor. Die Gesamtkosten bezifferte Stier auf rund 1 530 000 Euro. Vorsorglich erinnerte das Stadtoberhaupt daran, dass Kosten "stets dynamisch" seien. Angesichts der Dauer der geplanten Dorferneuerung wollte er sich daher nicht auf endgültige Beträge festlegen lassen. Stier gab darüber hinaus auch zu bedenken, dass Fördergelder abzuziehen seien. Eine Antwort auf die Frage in welcher Höhe man hier rechnen könne, ließ Stier ebenfalls offen.

Die Prioritätenliste im Einzelnen mit Angabe der voraussichtlichen Kosten: Neugestaltung Schlossplatz 318 100 Euro; Karl-von-Kolb-Straße 464 700 Euro; Fußweg vom Ortszentrum zum Freizeitbereich Gaisbühl sowie Fußweg zur Mehrzweckhalle 48 200 Euro; Neugestaltung Vorplatz Mehrzweckhalle 348 800 Euro; Neugestaltung der Straßenräume Am Schlossgarten, Schulberg, Kreuzungsbereiche der Straßen Am Rohrbrunnen/Karl-von Kolb-Straße sowie Lindenweg 260 900 Euro; Ortseingrünung östlich des Lindenwegs und südlich der Straße Am Rohrbrunnen 60 700 Euro; Anlage eines neuen Radweges entlang des Lindenwegs und der Bärnauer Straße mit Rastplatz 27 200 Euro.
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