06.03.2018 - 20:10 Uhr
Bärnau

Vortrag über "Archäologische Aspekte zum mittelalterlichen Landesausbau" Langfristiger Prozess

Mit "Kahlschlag im Urwald?" erlebten die Besucher im Seminarraum des Geschichtsparks Bärnau-Tachov einen interessanten Vortrag. Im Rahmen des dreijährigen EU-Projekts sprach Prof. Dr. Rainer Schreg von der Universität Bamberg über "Archäologische Aspekte zum mittelalterlichen Landesausbau". Der Referent zeigte auf, wie Flächenverbrauch und Waldrodung im Mittelalter aussahen.

von Externer BeitragProfil

Dabei erfuhren die Zuhörer, dass neue archäologische Erkenntnisse nahelegen, dass nicht der Adel den mittelalterlichen Landausbau bestimmte. Die Bauern hätten viel größeren Spielraum als bisher angenommen. In einem langfristigen Prozess rodeten sie nach und nach Waldflächen, um sie als Ackerland zu nutzen. "Die Reduzierung der Waldfläche im Früh- und Hochmittelalter erscheint so eher als ein langfristiger Prozess, denn als politisches Programm", so der Referent. Das ArchaeoCentrum Bayern-Böhmen hat sich zum Ziel gesetzt, weite Teile der Bevölkerung dauerhaft, nachhaltig und umfassend über das gemeinsame Kultur-, und Naturerbe im Projektgebiet zu informieren.

Zu diesem Zweck werden zweisprachige historisch archäologische Vorträge und Workshops organisiert. Veranstaltungsinformationen stehen unter www.archaeocentrum.eu zur Verfügung.

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