05.10.2017 - 16:44 Uhr
BärnauOberpfalz

Alfred Wolf unterstützt "Heimatunternehmer" Pfiffige Köpfe weiterbringen

Ideenreichtum und Spontanität zeichnen Alfred Wolf aus. Er geht oft außergewöhnliche Wege, wenn es darum geht, Vorstellungen zu verwirklichen und zusammen mit anderen Menschen zum Erfolg zu führen. Seine Fähigkeiten kommen ihm jetzt auch beruflich zupass.

Ein Glücksfall für die Region: Alfred Wolf wirkt nach 39 Jahren Polizeidienst die nächsten drei Jahre als "Heimatunternehmer." Er will Menschen mit vielversprechenden Innovationen ermutigen, ihre Projekte zu verwirklichen. Dabei wird sie Wolf begleiten. Bild: tr
von Norbert Grüner Kontakt Profil

Bestes Beispiel ist der Geschichtspark Bärnau/Tachov, der sich zum universitären Standort entwickelt, von dem die gesamte Region profitiert. Dass Alfred Wolf in der Lage ist, quasi aus Nichts etwas zu machen, ist in der Region wohlbekannt. Seine Fähigkeiten sollen nun helfen, neue Projekte auf die Beine zu stellen, die den Landkreis weiterbringen. Seit September ist Wolf Projektkoordinator für die Pilot-Initiative "Heimatunternehmen" im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Dafür ist er für die kommenden drei Jahre vom Polizeidienst freigestellt. "Heimatunternehmer" ist ein relativ neuer Begriff und der Landkreis Tirschenreuth ist der erste, der dafür einen eigenen Projektkoordinator hat. Tirschenreuth als Pilot-Landkreis hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner höchstpersönlich ausgesucht. Alfred Wolf habe sich mit seinen Leistungen in den vergangenen beiden Jahrzehnten und der Art und Weise, wie er mit anderen Engagierten zusammenarbeitet, als der richtige Mensch für die Aufgaben des Koordinators qualifiziert, heißt es aus dem Umfeld des Ministeriums. Der 56-Jährige habe gezeigt, wie man unmöglich scheinende Dinge angeht und dann zum Erfolg führt.

Macher gefragt

Bei "Heimatunternehmen" seien echte Macher gefragt, Leute die Visionen haben, daran glauben und demzufolge auch anpacken. "Mein Job ist es, positive Entwicklungen auszulösen, und die neuen "Heimatunternehmer" bei der Umsetzung ihrer Ideen zu unterstützen und zu führen," erläutert Wolf seine Rolle. Sein Büro ist nicht von ungefähr im Funktionsgebäude des Geschichtsparks eingerichtet. Denn Wolf bleibt auch mit seiner neuen Tätigkeit Vorsitzender des Vereins "Via Carolina". Mit im Team ist auch Ida Petioka, die bereits mit Erfolg mit am Rahmenprogramm der Landesausstellung Karl IV. mitgewirkt hat. Die Tschechin spricht perfektes Deutsch und ist somit in zweifacher Hinsicht ein Gewinn. Denn eines ist für Alfred Wolf klar: "Heimat endet nicht an der Landesgrenze." Seine Aufgabe stellt einen neuen Weg in der ländlichen Entwicklung dar. Dabei sollen pfiffige Menschen mit vielfältigen Ideen und Projekten die Region voranbringen.

Finanziert wird die neue Stelle zu 90 Prozent von der Ländlichen Entwicklung und zu 10 Prozent vom Landkreis Tirschenreuth. Mit beiden arbeitet Alfred Wolf eng zusammen, vor allem mit Willi Perzl vom Amt für Ländliche Entwicklung der Oberpfalz und dem Projektmanager Florian Rüth am Landratsamt. Und selbstverständlich ist Wolf mit seiner neuen Tätigkeit, in sämtliche relevanten Netzwerke der Region eingeknüpft.

Weg kommt unterwegs

Wolf will ganz nach seiner gewohnten Methode vorgehen, "wir werden unterwegs schon den richtigen Weg finden". Und er setzt dabei, wie er es immer getan hat, auf die Menschen und deren Fähigkeiten. "Denn eigentlich habe ich nichts selbst erfunden, sondern immer Ideen vieler zu Projekten zusammengefügt. So sei letztendlich auch der Geschichtspark eine astreine Kopfgeburt gewesen. "Diese Arbeitsweise bringt bei mir und meinen Mitstreitern die höchste Motivation." Wolf: "Von wegen demografischer Wandel und bei uns ist nichts los. Im Gegenteil: Es ist irre, was bei uns los ist, was alles in Tirschenreuth, Bärnau, Waldsassen oder Falkenberg passiert. Damit können wir uns durchaus sehen lassen.

Neues im Blick

Als Beispiele nennt er Marco Härtl mit seiner Werbeagentur "Bewegter Blick" in Wernersreuth, der nach vielen Jahren im "Exil" sein Unternehmen jetzt in der Heimat, im ehemaligen Pfarrhof aufbaut. Oder Matthias Frank, der mit seiner Familie dem denkmalgeschützten Mitterhof bei Waldsassen neues Leben einhaucht und zum beliebten Ausflugsziel ausbaut. Oder den Verein Ackerbürgerhaus mit Christian Schedl als Vorsitzendem, der das marode Anwesen mit seiner Mannschaft zu einem lebendigen Treffpunkt mit einer Mitmachbrauerei umgestalten will.

Natürlich hat der Neue auch schon wieder Ideen im Gepäck. "Die meisten noch nicht ganz spruchreif, weil noch nicht in trockenen Tüchern", beantwortet er die Frage danach, welche das sind. Ein Projekt, das ihm am Herzen liegt, nennt Alfred Wolf aber dann doch. Das ehemalige Luitpold-Kino in der Kreisstadt, das momentan vor sich hin verfällt. Hier hilft er gerne mit, um eine nachhaltige Nutzung zu erreichen.

Heimat endet nicht an der Landesgrenze.Alfred Wolf

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